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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen.

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Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

 

HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
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Bewertungschronik

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Janine Jansen / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Janine Jansen, Violine
Dirigent: Alan Gilbert


John Adams: Lollapalooza
Karol Szymanowski: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 op. 35
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 1 c-Moll op. 68

Da-da-da-DAAH-da: John Adams lebe hoch!

John Adams, Grandseigneur der amerikanischen Minimal Music, feiert im Februar 2027 seinen 80. Geburtstag. Man soll ja nicht vorzeitig gratulieren – hochleben lassen darf das NDR Elbphilharmonie Orchester den Komponisten dennoch schon jetzt. Und was wäre dafür besser geeignet als ein ausgewiesenes Geburtstagsständchen: Das kurze Werk »Lollapalooza« widmete Adams im Jahr 1995 seinerseits dem Vierzigsten von Sir Simon Rattle. Es verdankt seinen rhythmischen Impuls dem idiomatisch amerikanischen Wort »Lollapalooza«: Da-da-da-DAAH-da!

Der leuchtende, berührende, einfach perfekte Geigenton der Ausnahmegeigerin Janine Jansen ist längst weltbekannt. Nun leiht ihn die sympathische Niederländerin einem Werk, das noch ein wenig Nachhilfe in puncto Ruhm gebrauchen kann: 1916 schuf der Pole Karol Szymanowski sein opulentes Erstes Violinkonzert – ein Werk, in dem Solo und Orchester gleich viel zu tun haben. Denn neben den hochvirtuosen Geigenpart tritt ein außergewöhnlich groß (u.a. mit zwei Harfen, Klavier, Celesta und reichlich Schlagzeug!) besetztes Orchester, das in allen Farben schwelgt, die die Palette impressionistisch-expressionistischer Instrumentierungskunst zu bieten hat. Ein Werk wie ein Rausch!

Musikalische Heimatluft gewissermaßen schnuppern die Musiker:innen des NDR Elbphilharmonie Orchesters dafür in Johannes Brahms’ Erster Sinfonie: Nicht nur erfand der gebürtige Hamburger weite Teile dieser Musik auf der Ostseeinsel Rügen, auch hat dieses Stück schon immer einen ganz besonderen Platz im Repertoire des Ensembles eingenommen und war schon oft buchstäblich »die Erste«. Brahms 1 lag etwa auf den Pulten der allerersten Probe im brandneuen Großen Saal der Elbphilharmonie, mit Brahms 1 feierte Alan Gilbert seinen Einstand als Chefdirigent in Hamburg, und mit Brahms 1 ging das NDR Elbphilharmonie Orchester mehrfach auf Tournee – da stimmt einfach die Chemie!

Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Annett Louisan

»Sehnsucht«

Ihre Stimme ist einzigartig und unverwechselbar – ihre Songs voller Gefühl, Tiefe und einer subtilen Koketterie, für die sie ihre Anhänger so lieben: Annett Louisan ist die Ikone des deutschsprachigen Chansons. Vier Wochen bevor sie auf große »Sehnsucht«-Tournee 2026 reist, wird sie an einem ganz besonderen Abend live auf einer der schönsten Bühnen Deutschlands stehen: Mit ihrer vierköpfigen Band feiert Annett Louisan den Release ihres neuen Albums »Sehnsucht« in der Elbphilharmonie – dem Ort, an dem sie zuletzt 2024 das Publikum verzauberte.

»Ein neues Album das erste Mal vor Publikum zu spielen, ist immer etwas Besonderes – in der Elbphilharmonie bekommt dieser Moment für mich eine ganz eigene Bedeutung«, freut sich Annett Louisan auf den Abend. Nach ihrer letzten, von Kritikern wie Fans gleichermaßen gefeierten »Bohème«-Tour wird die Künstlerin für ihre neue Konzertreihe neben den lyrisch anspruchsvollen Songs des neuen Albums natürlich auch die altbekannten Hits präsentieren. Die für sie charakteristische Verschmelzung aus Chanson und Pop bildet den Rahmen für feine Ironie, zarte Melancholie und eine poetische Kraft, die jedes Konzert zu einem unverwechselbaren Erlebnis macht.

Annett Louisan versteht es meisterhaft, pointierte Sprache, emotionale Tiefe und musikalische Eleganz höchst wirkungsvoll miteinander zu verbinden. Seit über zwei Jahrzehnten stellt Louisan ihr außergewöhnliches Talent immer wieder eindrucksvoll unter Beweis – nicht nur mit großem Erfolg, sondern vor allem auch mit künstlerischer Haltung. Insbesondere live gelingt es der Sängerin, eine ganz besondere Nähe zum Publikum aufzubauen: Mit subtiler Sinnlichkeit, viel Gefühl und einer entwaffnenden Ehrlichkeit zieht sie die Zuschauer mühelos in ihren Bann.

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Konzert

Singin’ IDA! & Friends

Singin’ IDA!
Lina Maly, Gesang, Klavier
Norma Jean Martine, Gesang
Fidi Steinbeck, Gesang, Violoncello
Tiffany Aris, Gesang
Linus Bruhn, Gesang, Gitarre
Band 
Johanna Franz, Violine
Niklas Hardt, Violoncello
Jonathan Glasmeyer, Gitarre
Henning Brandt, Percussion
Michael Zlanabitnig, Klavier
Daniela Steigel, Leitung
Stephan Piez, Leitung


Ein Auftritt in der Elbphilharmonie neben nationalen Stars wie Johannes Oerding und Tim Bendzko, Einladungen der Symphoniker Hamburg in die Laeiszhalle bis hin zu musikalischen Kooperationen mit namhaften Künstler:innen der deutschen Popmusik-Landschaft wie Lina Maly und Cassandra Steen: der Kinderchor Singin’IDA! besteht seit 2022 und kann bereits jetzt besondere Erfolge vorweisen.

Seit 2024 arbeitet das Musikprojekt mit bekannten Künstler:innen und spannenden Newcomern der deutschen Pop-Musiklandschaft zusammen, die den Chor in seiner Homebase, der Ida Ehre Schule Hamburg, besuchen, um gemeinsam zu singen und besondere musikalische Begegnungen und Momente zu schaffen. Das Besondere hier: Es entstehen neue Songs, die eigens für Singin’IDA! und die Künstler:innen geschrieben werden, von denen die ersten bereits veröffentlicht wurden und es neben Airplays auf großen Radiosendern in wichtige Playlisten wie die Popland geschafft haben. Im Rahmen von Singin’IDA! and Friends gibt der Chor nun eine erste Kostprobe seiner neuen Songs und lädt gemeinsam mit seinen musikalischen Freund:innen zu einer außergewöhnlichen Konzert-Matinee.

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Klavierkonzert

Xi Zhai / Klavierabend

Xi Zhai, Klavier

Joseph Haydn: Variationen f-Moll Hob. XVII:6
Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier c-Moll op. 111
Franz Liszt: Sonate h-Moll S 178

Nach seinen tiefgreifenden Interpretationen von Bachs Goldberg-Variationen und Chopins Préludes im vergangenen Jahr setzt der Pianist Xi Zhai seine Konzertreihe in der Elbphilharmonie fort und lädt er zu seinem vierten Gastspiel ein – ein Abend, der der Gattung Sonate in ihren eigenwilligsten und weitgespannten Ausprägungen gewidmet ist.

Den Auftakt bilden Joseph Haydns Variationen in f-Moll. Ursprünglich als Kopfsatz einer Sonate konzipiert, verdichtete sich das Werk im Entstehungsprozess zu einer Form, die den traditionellen Rahmen hinter sich lässt. Entstanden ist ein erschütterndes Einzelstück: keine Sonate mehr im engeren Sinne, und doch von einer inneren Geschlossenheit und emotionalen Tiefe, die weit über das Variationsprinzip hinausweist.

Mit Beethovens letzter Klaviersonate op. 111 öffnet sich ein Raum jenseits klassischer Formvorstellungen. Zwei Sätze stehen einander gegenüber, ohne nach Fortsetzung zu verlangen. Die berühmte Arietta führt in eine Sphäre meditativer Ruhe – Zeit scheint sich zu dehnen, Bewegung geht in Klang über.

Franz Liszts h-Moll-Sonate schließlich bewahrt den Namen der Gattung und führt ihn zugleich an seine Grenze. In einem einzigen, ununterbrochenen Bogen verbinden sich Kraft, Dramatik und Poesie zu einer musikalischen Erzählung von großer Dichte.

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Popmusik

Inga Rumpf & Friends and very special guests

»Inga 80«

»Mein Hamburg für immer, meine Elbphilharmonie für einen besonderen Tag«, freut sich Inga Rumpf auf ihren 80. Geburtstag. Die Musikerin und Komponistin, die seit mehr als sechs Jahrzehnten mit unverwechselbarer Stimme, unerschöpflicher Kreativität und purer Energie das Publikum begeistert, präsentiert aus diesem Anlass einen Querschnitt ihrer außergewöhnlichen musikalischen Karriere.

Rock, Soul, Rhythm’n’Blues, Gospel und Jazz: Inga Rumpf hat diesen Genres eine mächtige Stimme gegeben. Dafür gebühren ihr Respekt und Bewunderung von musikalischen »Friends« (so auch der Name ihrer langjährigen Band) und den vielen Verehrer:innen über alle Grenzen hinweg. Mit den »City Preachers« und den Rockbands »Frumpy« und »Atlantis« feierte sie schon vor fünf Jahrzehnten internationale Erfolge, mit den Superstars B.B. King, Aerosmith, Lynyrd Skynyrd und Lionel Richie war sie auf Tournee, mit Keith Richards und Ronnie Wood im Studio. Tina Turner startete mit Ingas Song »I Wrote A Letter« eine Weltkarriere. Nun ein weiterer Höhepunkt in der Hamburger Elbphilharmonie - mit einer ganz besonderen Note: Das Konzert wird als Live-Mitschnitt auf CD, Vinyl und digital erhältlich sein.

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Konzert

Philharmonia Orchestra / Anna Lapwood / Kerem Hasan

Philharmonia Orchestra
I Vocalisti
ChorWerk Potsdam
Anna Lapwood, Orgel
Dirigent: Kerem Hasan


Kristina Arakelyan: Toccata
Hans Zimmer: Chevaliers De Sangreal aus der Filmmusik zu »The Da Vinci Code«
Max Richter:
Cosmology für Orgel, Chor und Orchester
Hans Zimmer: Interstellar Suite
Camille Saint-Saëns: Sinfonie Nr. 3 c-Moll op. 78 »Orgelsinfonie«

Klangrausch

Die Orgel ist irgendwie verstaubt und nur was für die Kirche? Von wegen! Die »Königin der Instrumente« ist einfach ganz großes Kino. Mehr Klangzauber ist kaum vorstellbar. Deshalb liebt Anna Lapwood die Orgel auch so. »Es ist unglaublich spannend, mit verschiedenen Klangkombinationen zu experimentieren und über ein so breites Ausdrucksspektrum zu verfügen«, sagt die Britin, die Millionen von Menschen zu glühenden Orgelfans gemacht hat. Auch das Elbphilharmonie-Publikum lag ihr bei ihrem Debüt im Oktober 2025 zu Füßen. Jetzt muss sich Hamburg nicht mehr lange gedulden: Im Herbst 2026 kommt Anna Lapwood zurück, um abermals großartigen Breitwandsound aus der Klais-Orgel im Großen Saal zu kitzeln und mit interstellarer Sinnlichkeit sowie bombastischer Sinfonik in aufregend neue Klangwelten zu entführen.

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Neue Musik

Ensemble Resonanz / Anna Prohaska / Enno Poppe

»ich ist ein anderer«

Ensemble Resonanz
Anna Prohaska, Sopran
Dirigent: Enno Poppe


Benjamin Britten: Les Illuminations op. 18
Claude Vivier: Zipangu
Jean-Philippe Rameau: Suite aus dem Opéra-ballet »Les Indes galantes«
Enno Poppe: Kreis

Ein Ich im Ausnahmezustand: Momente, in denen Gewohntes ins Wanken gerät, Grenzen verschwimmen und man sich selbst fremd wird. Solche Erfahrungen kennen wir alle – als Einzelne, vielleicht auch als Kollektiv. Zu seinem Saisonauftakt geht das Ensemble Resonanz gemeinsam mit der Sopranistin Anna Prohaska und dem Dirigenten Enno Poppe diesem Zustand nach. Ausgangspunkt ist Arthur Rimbauds Satz »Ich ist ein anderer« – die Idee, dass sich das Eigene erst im Fremden zeigt. Zwischen Barock und Gegenwart spannt das Programm einen Bogen über mehrere Jahrhunderte, in denen etwas hörbar wird, das sich entzieht, verschiebt und verwandelt. Im Zentrum steht ein neues Werk von Enno Poppe für Sopran und Kammerorchester, ein Kompositionsauftrag des Ensemble Resonanz und der Berliner Festspiele, kurz zuvor beim Musikfest Berlin uraufgeführt.

In seinen »Illuminations«, einer Sammlung von Prosagedichten, entwickelt Arthur Rimbaud eine Sprache an der Schwelle zur Moderne, die Identität nicht festschreibt, sondern in Zustände zerlegt. »Ich ist ein anderer« – ein radikaler Perspektivwechsel, ein neuer Denkimpuls. Kein literarisches Spiel, sondern Erfahrung: Momente, in denen Wahrnehmung kippt, sich vervielfacht, ins Surreale und Groteske driftet.

Benjamin Britten greift diese flirrende Bildwelt 1939 in seinem gleichnamigen Liederzyklus auf: Für Sopran und Streicher übersetzt er Rimbauds Visionen in eine Musik zwischen Ekstase und Zerbrechlichkeit. Mit Anna Prohaska steht eine Sängerin auf der Bühne, die diese Extreme mit großer Präzision und klanglicher Beweglichkeit auslotet und in der Schwebe hält. Und das Ich bleibt in Bewegung. Bei Jean-Philippe Rameau, im französischen Barock, erscheint es im Spiel der Masken, vertraut und zugleich entrückt, ein schillerndes Theater von rhythmischer Energie. Claude Vivier richtet den Blick nach innen – der Klang scheint sich selbst zu hören, im Moment seines Entstehens zu verwandeln.

Und Enno Poppe? Er treibt dieses Spiel mit dem Ich auf seine Art weiter – mit mikrotonalen Verschiebungen, barocken Echos und Klängen, die ausfransen. Was sich hier formt, bleibt offen.

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Konzert

Monteverdi-Chor Hamburg / lautten compagney BERLIN / Antonius Adamske

Gesänge von Liebe und Krieg – Monteverdis 8. Madrigalbuch

Monteverdi-Chor Hamburg
lautten compagney BERLIN
Anna Herbst, Sopran
Susanne Langner, Mezzosopran
Christopher Renz, Tenor
Mirko Ludwig, Tenor
Sönke Tams Freier, Bass
Dirigent: Antonius Adamske


Claudio Monteverdi: Ottavo libro de madrigali / Madrigali guerrieri ed amorosi

Kaum ein Werk steht so eindrucksvoll für die Ausdruckskraft des italienischen Barock wie Claudio Monteverdis »Madrigali guerrieri et amorosi«. In dieser 1638 veröffentlichten Sammlung stehen sich leidenschaftliche Liebesklagen und kämpferische Töne gleichberechtigt gegenüber. Monteverdi lotete die Grenzen musikalischer Darstellung aus und schuf ein faszinierendes Panorama menschlicher Gefühle zwischen Sehnsucht, Ekstase und Verzweiflung.

Mit seinem achten Madrigalbuch erreichte Monteverdis jahrzehntelange Beschäftigung mit der Gattung ihren Höhepunkt. Besonders berühmt ist das monumentale Combattimento di Tancredi e Clorinda, in dem der Komponist mit damals neuartigen musikalischen Mitteln den Zweikampf zwischen zwei Rittern unmittelbar hörbar machte. Der Monteverdi-Chor Hamburg und Instrumentalist:innen der lautten compagney Berlin widmen sich unter der Leitung von Antonius Adamske diesem Meilenstein europäischer Musikgeschichte – ein Konzert voller Leidenschaft, Poesie und musikalischer Entdeckungen

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Mao Fujita / Cristian Măcelaru

NDR Elbphilharmonie Orchester
Mao Fujita, Klavier
Dirigent: Cristian Măcelaru


Missy Mazzoli: Sinfonia (for Orbiting Spheres)
Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 d-Moll op. 30
Béla Bartók: Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta Sz 106

100 Jahre, viele Stile

1909, 1936, 2013: Drei Entstehungsjahre, drei völlig unterschiedliche Spielarten von Musik! Das Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter der Leitung von Cristian Măcelaru, aktuell Chef des Cincinnati Symphony Orchestra und des Orchestre National de France, macht die Vermittlung zwischen Tradition und Moderne zum Programm.

Mit ihrer 2013 für das Los Angeles Philharmonic Orchestra entstandenen »Sinfonia for Orbiting Spheres« wollte Missy Mazzoli, NDR Composer in Residence 2026/2027, eine Musik »in Form eines Sonnensystems« schreiben. Das Stück bestehe aus »Rokoko-Loops«, die sich in einer größeren Umlaufbahn umeinander winden, und nähere sich dem Publikum an, »nur um im nächsten Moment blitzschnell wieder zu verschwinden«. Am Ende werden sogar Klänge vom Tonband ins All geschickt...

Gerade mal 27 Jahre jung und schon ein Stammgast bei den großen internationalen Orchestern und auf den bedeutendsten Bühnen der Welt: Der in Tokio geborene Pianist Mao Fujita räumte Preise sowohl beim Clara Haskil- als auch beim Tschaikowsky-Klavierwettbewerb ab und kommt nun erstmals zum NDR Elbphilharmonie Orchester. Bei seinem Debüt zeigt der geschätzte Mozart-Interpret dabei gleich, dass er im Grunde alles kann: Das legendäre (und aus dem Film »Shine« bekannte) »Rach 3« ist eines der am vertracktesten zu spielenden Klavierkonzerte der gesamten Literatur. Ob der Komponist nun wirklich die meisten Noten pro Zeiteinheit in die Klavierstimme gepackt hat – wie akribische Zahlenfüchse herausgefunden haben wollen – oder nicht: In jedem Fall umfasst sein »Elefantenkonzert« (Artur Rubinstein) kaum zu beziffernde emotionale Dimensionen.

Einführung:
19:00 + 10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Jazz

JazzWerk Big Band / Dirk Bleese

JazzWerk Big Band
Dirk Bleese, piano and director


Klangvielfalt im Großformat

Die Anfang 2025 vom Hamburger Pianisten Dirk Bleese gegründete JazzWerk Big Band zählt zu den profiliertesten Formationen ihres Genres. Auf der Bühne stehen renommierte Solisten und Bandleader der Hamburger und deutschen Jazzszene. Das Repertoire ist ein Querschnitt aus Modern Mainstream, arrangiert und komponiert von Dirk Bleese. Mal mit feinsinnigem Swing, mal mit rockigen Beats oder im Latin-Jazz-Gewand. Die Zuhörer:innen erleben komplexe Formen mit schönen Melodien und spannender Harmonik. Kurzum: Orchestraler Jazz von heute, der Spaß macht.

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Konzert

Mahler Academy Orchestra / Philipp von Steinaecker

Mahler: Sinfonie Nr. 9

Mahler Academy Orchestra
Dirigent: Philipp von Steinaecker


Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 9

Das Konzert findet ohne Pause statt.

Der Fluch der Neunten Sinfonie

»Es fühlte sich an, als wäre Gustav Mahler selbst für kurze Zeit in das Gebäude zurückgekehrt, in dem er sein eigenes Werk mehrmals dirigiert hat«, schwärmte die Zeitung »Trouw« über das ehrgeizige Originalklang-Projekt des Mahler Academy Orchestras. Gemeinsam mit ihrem Leiter Philipp von Steinaecker haben sich Musiker:innen aus den Top-Orchestern dieser Welt zusammengeschlossen, um den historischen Klang der monumentalen Sinfonien Mahlers zum Leben zu erwecken.

Dafür treffen sie sich jährlich in Toblach, wo der Komponist Inspiration für sein Spätwerk suchte, und nähern sich auf historischen Instrumenten der Klangwelt der Jahrhundertwende. Mit der Neunten Sinfonie haben sie sich in dieser Saison Mahlers letztes großes Werk vorgenommen, bevor auch bei ihm der »Fluch der Neunten« zugeschlagen hat. Seit Beethoven gilt die Neunte Sinfonie als das finale Werk, neben ihm sind auch Franz Schubert, Anton Bruckner und Antonín Dvořák nicht zu einer Zehnten gekommen.

Mahler glaubte fest an diesen Fluch und hatte im wahrsten Sinne des Wortes Todesangst. Arnold Schönberg mythologisierte diesen Fluch ebenfalls: »Die eine Neunte geschrieben haben, standen dem Jenseits zu nahe. Vielleicht wären die Rätsel dieser Welt gelöst, wenn einer von denen, die sie wissen, die Zehnte schriebe. Und das soll wohl nicht so sein.« Auch Mahler sollte die diesen Punkt nicht erreichen – er starb über den Skizzen der Zehnten Sinfonie.

Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Familienprogramm

Workshop: Kosmos Klang

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Musik kann man nicht nur mit den Ohren hören – man kann sie auch intensiv mit dem ganzen Körper und allen Sinnen erleben. Im Workshop »Kosmos Klang« stehen hierfür viele besondere Instrumente wie Klangstühle und Wasserspringschalen bereit. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren die entspannende Wirkung der erzeugten Schwingungen und machen Klänge sogar sichtbar.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.
Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Konzert

Moses Yoofee Trio

Reeperbahn Festival

Ist sie das? Die Jungzellenkur zeitgenössischer Jazz-Fusionen? Wer das für zu hochgegriffen hält, muss Moses Yoofee Trio wohl einfach mal unvermittelt auf der Bühne erleben. Das Trio bringt eine eklektische Dynamik ins Spiel, die vor allem innerhalb der hiesigen Szene nicht gerade an jeder Straßenecke zu finden ist. Wild flottierende Soli, krosse drum fills, fast schon maschinell präzise ausgeführt, Reminiszenzen an den britischen Acid Jazz der frühen 90er und ungemein furchtlose Arrangements machen das Amalgam dieses Trios zu einem Genuss für Frischlinge wie Feinschmecker:innen unkonventioneller Hörerlebnisse.

Im Rahmen des Reeperbahn Festival zieht das Trio nun in die ehrwürdigen Hallen der Elbphilharmonie ein, als Teil eines Festivalprogramms, das Jahr für Jahr internationale Newcomer:innen, spannende Entdeckungen und musikalische Grenzgänge aus aller Welt nach Hamburg bringt. Zwischen Clubnächten auf St. Pauli, besonderen Konzertformaten und Begegnungen der internationalen Musikszene steht das Reeperbahn Festival wie kaum ein anderes Event für musikalische Neugier, kulturellen Austausch und unvergessliche Live-Momente.

Wer vor oder nach dem Konzert Lust auf noch mehr Musik bekommen hat, findet weitere Highlights sowie Mehrtages- und Tagestickets auf www.reeperbahnfestival.com.

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Konzert

International Mendelssohn Festival Hamburg 2026: »Elfen in der Elphi«

Jiyoon Lee, Violine
Niklas Schmidt, Violoncello
Patrick Gallois, Flöte
Michel Lethiec, Klarinette
Álmos László Tallós, Harfe
Juhani Lagerspetz, Klavier
Stepan Simonian, Klavier


Carl Maria von Weber: Sonate Nr. 5 A-Dur op. 10
Henriette Renié: Légende d’après »les Elfes« de Leconte de Lisle
Pablo de Sarasate: Carmen-Fantasie für Violine und Klavier op. 25
Georges Bizet: »Carmen strips« Fantaisie sur des airs de Bizet
Carl Maria von Weber: Trio g-Moll op. 63 für Flöte, Violoncello und Klavier
Felix Mendelssohn Bartholdy: Suite / aus: Ein Sommernachtstraum op. 61
Zugabe:
David Popper: Elfentanz op. 39 für Violoncello und Klavier

»Elfen in der Elphi“« bewegt sich zwischen Fantasie, Virtuosität und klanglicher Verwandlung. Carl Maria von Webers Violinsonate eröffnet mit klassischer Eleganz, während Henriette Reniés Harfen-Légende eine schwebende, märchenhafte Klangwelt entfaltet. Die Paraphrasen über Bizets Carmen zeigen Musik als Spiel mit Wiedererkennung und Transformation, in dem Virtuosität zur erzählerischen Kraft wird. Im zweiten Teil erweitert Webers Trio g-Moll die Perspektive in die Kammermusik, bevor Mendelssohns Sommernachtstraum den Raum in ein poetisches Reich zwischen Realität und Imagination verwandelt – ein schillerndes Spiel aus Leichtigkeit und Zauber.

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Konzert

Anna von Hausswolff

Reeperbahn Festival

An den Abbruchkanten von Vergangenheit und Gegenwart, Erinnerung und Vision hat Anna von Hausswolff eine singuläre Stellung als Grenzgängerin zeitgenössischer Klänge inne. Die schwedische Sängerin und Komponistin ist mit ebenso zutiefst persönlichen wie metaphysischen Werk-Konzeptionen über die letzten 15 Jahre zu einer Ikone neoklassischer Musik gewachsen und schreckte dabei nie vor scheinbar unmöglichen Stilfusionen zurück. Kompromisslos, düster und von nahezu spiritueller Intensität getragen.

Im Rahmen des Reeperbahn Festival zieht Anna von Hausswolff nun in die Elbphilharmonie ein und wird dort Teil eines Festivalprogramms, das Jahr für Jahr außergewöhnliche Künstler:innen, mutige Klangentwürfe und internationale Perspektiven nach Hamburg bringt. Zwischen Clubkultur auf St. Pauli, besonderen Konzertformaten und musikalischen Entdeckungen aus aller Welt steht das Reeperbahn Festival wie kaum ein anderes Event für Neugier, Atmosphäre und intensive Live-Erlebnisse.

Wer vor oder nach dem Konzert Lust auf noch mehr Musik bekommen hat, findet weitere Highlights sowie Mehrtages- und Tagestickets auf www.reeperbahnfestival.com.

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Kammerkonzert

Philharmonisches Kammerkonzert

»Augenblicke«

Minju Kim, Fagott
Christian Seibold, Klarinette
Pierluigi Santucci, Horn
Hugo Moinet, Violine
Kostas Malamis, Violine
Yitong Guo, Viola
Olivia Jeremias, Violoncello
Katharina von Held, Kontrabass


Jörg Widmann: Oktett
Ludwig van Beethoven: Duo für Viola und Violoncello WoO 32 »Mit zwei obligaten Augengläsern«
Franz Hasenöhrl: Till Eulenspiegel einmal anders! / Grotesque musicale op. 34
Ludwig van Beethoven: Septett Es-Dur op. 20

Kammermusik lebt von Nähe – musikalisch wie menschlich. In der Kammerkonzertreihe zeigt sich das Philharmonische Staatsorchester in seiner persönlichsten Form: im direkten Austausch, getragen von der Neugier und Handschrift der Musiker:innen selbst. Im Beethoven-Jahr begegnen sie Ludwig van Beethoven dabei nicht als Denkmal, sondern als überraschend gegenwärtige Stimme, deren Musik immer wieder neue Welten eröffnet.

»Augenblicke« folgt dieser Spur und zeigt Beethoven als feinsinnigen Humoristen und Spieler mit Erwartungen. Jörg Widmanns Oktett nimmt Tradition auseinander und setzt sie neu zusammen – wie ein Blick durch wechselnde Linsen. Das »Duett mit zwei obligaten Augengläsern« offenbart Beethovens trockenen Witz, während »Till Eulenspiegel einmal anders« die große sinfonische Geste lustvoll ins Kleine überführt. In Beethovens Septett verbinden sich Leichtigkeit, Klangfülle und unerwartete Wendungen – ein vertrautes Werk, das nach der ersten Konzerthälfte wie mit neuen Ohren hörbar ist.

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Chor

Das Bengelsstimmen Benefiz-Chorfest

Bengelsstimmen
Hansemädchen
Leitung: Torben Tietz
Hamburger Liedertafel von 1823
Leitung: Tom Kessler
Tontöchter
Leitung: Katja Klindworth
Vocal Express
Leitung: Paul Jungeblodt
Druckluft, Blechbläserensemble
Selina Nuñez, Gesang
Bosse, Gesang


Am 20. September verwandelt sich der Große Saal der Elbphilharmonie in eine Bühne für die Vielfalt der Hamburger Chorszene. Unter dem Titel »Das Bengelsstimmen Benefiz-Chorfest« lädt die Hamburger Liedertafel von 1823 gemeinsam mit vier befreundeten Chören zu einem Abend voller Musik und Gemeinschaft.

Auf der Bühne stehen die Bengelsstimmen, die Hamburger Liedertafel von 1823, die Tontöchter, die Hansemädchen und Vocal Express – fünf Ensembles, fünf Klangfarben, ein gemeinsamer Abend. Für besondere Momente sorgen prominente Gäste: der Hamburger Songwriter Bosse, die Bonner Brass- und Performanceband Druckluft sowie die Solistin Selina Nunez, die das Programm mit ihrer Stimme ergänzt. Der gesamte Erlös des Abends geht an die Aktion »Wärme geben« von Hanseatic Help. Wer dabei ist, feiert die Hamburger Chorkultur und unterstützt zugleich Menschen, die es gerade besonders brauchen.

Das Konzert findet mit einer Pause statt.

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Konzert

International Mendelssohn Festival Hamburg 2026: »Triumph der Tasten«

Jiyoon Lee, Violine
Matthias Lingenfelder, Violine
Anna Kreetta Gribajcevic, Viola
Niklas Schmidt, Violoncello
Jens Bomhardt, Kontrabass
Shion Ota, Klavier
Annika Treutler, Klavier


Felix Mendelssohn Bartholdy:
Fantasia fis-Moll op. 28 »Sonate écossaise«
Lied ohne Worte fis-Moll op. 67/2
Ignaz Jan Paderewski: Melodie Nr. 2 Ges-Dur op. 16
Béla Bartók: Drei Burlesken Sz 47
Maurice Ravel: La valse / Poème chorégraphique (Fassung für Klavier)
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73

»Triumph der Tasten« rückt das Klavier als vielseitiges Ausdruckszentrum in den Fokus. Mendelssohns Fantasie op. 28 verbindet freie Form mit innerer Geschlossenheit, während seine Lieder ohne Worte und Paderewskis Melodie eine lyrische, gesangliche Dimension eröffnen. Mit Bartóks Burlesken tritt eine schärfere, rhythmisch pointierte Klangsprache hinzu, die das Ausdrucksspektrum erweitert. Ravels La Valse verdichtet diese Entwicklungen zu einem schillernden Strudel zwischen Eleganz und Abgrund. In Beethovens fünftem Klavierkonzert – in kammermusikalischer Gestalt – kulminiert der Abend schließlich in einer Musik von monumentaler Klarheit und strahlender Energie.

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Lesung

Jan Weiler

»Das Vogelhaus« – Harbour Front Literaturfestival

Ein Buch über das Heimkehren – und über die Orte, die mehr über uns wissen als wir selbst. Wenn Leonard Beck nach seiner Post sieht, ahnt er stets das Schlimmste. Und tatsächlich ist es ein unscheinbarer Brief seiner Mutter, der ihn nach Jahren zurückruft an den Niederrhein: Ein Haus steht zum Verkauf.

Obwohl dieses Haus keine guten Erinnerungen weckt, zieht es ihn an. Er reist in die Heimat und damit in seine Vergangenheit. Er trifft Menschen wieder, die ihm einst wichtig waren. Und immer wieder steht er vor dem unscheinbaren Haus, dessen Geheimnis er damals nicht lüften konnte. Jetzt will er ihm auf die Spur kommen, stellt sich endlich seinen Ängsten – und seiner großen Liebe.

Jan Weiler, 1967 in Düsseldorf geboren, ist Journalist und Schriftsteller. Er war viele Jahre Chefredakteur des SZ-Magazins. Sein Debüt »Maria, ihm schmeckt’s nicht!« wurde zu einem der erfolgreichsten Bücher der letzten Jahrzehnte. Es folgten u. a. »Das Pubertier«, die Romane um Kommissar Martin Kühn, »DerMarkisenmann« und »Munk«. Neben seinen Romanen schreibt Weiler Kolumnen, Drehbücher, Hörspiele und Hörbücher, die er auch selbst spricht.

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Vortrag

Markus Lanz: »Grönland – Meine Reisen ans Ende der Welt«

Live-Vortrag

Üblicherweise führt er Interviews mit Menschen, die interessante Geschichten zu erzählen haben. Doch seit über zwanzig Jahren zieht es den Moderator selbst immer wieder als Fotograf und Abenteurer an einen der extremsten Orte der Erde: nach Grönland – eine Region, die aktuell auch politisch zunehmend in den Fokus rückt. Mit einer aufwendig produzierten Multivisionsshow präsentiert er diese Erfahrungen.

Grönland ist für Markus Lanz weit mehr als ein Reiseziel. Es ist ein Ort der Grenzerfahrungen, der intensiven Naturbeobachtung und der Begegnung mit einer Kultur, die unter extremen Bedingungen existiert. »Ich schleppe immer unglaublich viel Krempel mit mir herum, darunter zwei Kameras und mehr als ein halbes Dutzend Objektive. Allein das Teleobjektiv wiegt fünf Kilo, und ich habe mich oft gefragt, warum ich mir das eigentlich antue. Aber dann taucht in diesem fast unwirklichen Winterlicht plötzlich ein Eisbär auf – und die Quälerei ist vergessen«, beschreibt er seine Motivation.

Seine ZDF-Dokumentation »Sehnsucht Grönland« (2010) begeisterte knapp vier Millionen Zuschauer:innen. Für National Geographic veröffentlichte er 2014 den Bestseller-Bildband »Grönland – Meine Reisen ans Ende der Welt«, basierend auf rund 20.000 Fotografien. Das Werk zeichnet ein eindrucksvolles Porträt der Arktis – ihrer überwältigenden Schönheit ebenso wie ihrer Fragilität – und gibt zugleich persönliche Einblicke in das Leben der Inuit. Seine Erlebnisse präsentierte Markus Lanz in den vergangenen Jahren auch auf der Bühne.

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Kammerkonzert

NDR Kammerkonzert

Mozart / Schumann / Kurtág

Julius Ockert, Klarinette
Anna Theegarten, Viola
Hanni Liang, Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart: Trio für Klarinette, Viola und Klavier Es-Dur KV 498 »Kegelstatt-Trio«
Robert Schumann: Märchenerzählungen op. 132
György Kurtág: Hommage à R.Sch. für Klarinette, Viola und Klavier op. 15d
Robert Schumann: Fantasiestücke für Klarinette und Klavier op. 73

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Konzert

Djavan

»50 Years: The Greatest Hits«

Djavan, vocals
Jessé Sadoc, trumpet
Rafael Rocha, trombone
Marcelo Martins, saxophone, flute
Torcuato Mariano, guitar
Paulo Calasans, keyboard
Renato Fonseca, keyboard
Marcelo Mariano, bass guitar
Felipe Alves, drums


Goldenes Bühnenjubiläum

In seiner Heimat Brasilien füllt der Sänger und Gitarrist Djavan auch mit 77 Jahren immer noch die größten Stadien. In diesem Jahr feiert Djavan sein 50-jähriges Bühnenjubiläum und macht im September in der Elbphilharmonie Station. Gemeinsam mit seinem Publikum singt er seine größten Hits und bringt ein Stück brasilianische Musikgeschichte nach Hamburg.

Dabei wäre die lebende Musiklegende fast Profi-Fußballer geworden: Die Plattensammlung eines Bekannten entführte den jungen Djavan in die magische Welt der Musik – von Bach und Beethoven über Miles Davis und Ellen Fitzgerald zu traditioneller brasilianischer Musik von Noel Rosa und Tom Jobim. Djavans unfassbare Karriere als einer der bekanntesten Musiker seines Landes nahm dort ihren Ursprung.

1976 veröffentlichte er sein Debütalbum »A Voz, o Violão, a Música de Djavan«, dem sich bis dato 24 weitere anschlossen. Mit seiner Musik erreicht Djavan Millionen Menschen weltweit. Sein Leben wurde mittlerweile auch in einem Musical »Djavan – Vidas para Contar« (Djavan – Leben, die es zu erzählen gilt) für seine Fans erlebbar gemacht.

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Konzert

Symphoniker Hamburg / Sylvain Cambreling

Symphoniker Hamburg
EuropaChorAkademie
Sarah Wegener Sopran
Anke Vondung, Alt
Seungwoo Simon Yang, Tenor
Yannick Debus, Bass
Boris Giltburg, Klavier
Dirigent: Sylvain Cambreling


George Gershwin: Konzert für Klavier und Orchester F-Dur
Wolfgang Amadeus Mozart:
Requiem d-Moll KV 626 / mit einem neuen Schluss nach Fragmenten von Mozart / Auftragskomposition von Fabrizio Cassol

Unter der Leitung von Sylvain Cambreling treffen im Sonderkonzert in der Elbphilharmonie George Gershwins Klavierkonzert mit dem Pianisten Boris Giltburg und Mozarts Requiem aufeinander – zwei Werke, die auf ganz unterschiedliche Weise Grenzen überschreiten.

Gershwins Konzert verbindet die Welt des Konzertsaals mit der Energie des Jazz und des Broadways. Im zweiten Teil erscheint Mozarts Requiem in neuem Licht: Ausgehend von dem unvollendet gebliebenen Meisterwerk führt eine Uraufführung des belgischen Komponisten Fabrizio Cassol die Gedanken und Klänge des Requiems in die Gegenwart weiter. Mit renommierten Solist:innen sowie der EuropaChorAkademie entsteht ein Abend zwischen Erinnerung und Zukunft, Diesseits und Jenseits – ein musikalischer Ausblick ins Ungewisse, der zum Innehalten und Weiterhören einlädt.

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Kinderkonzert

Schulkonzert »Ausflug zum Mond«

Klasse 2–4

Piano & Sand
Anna Vidyaykina, Sandmalerei
Sabina Hasanova, Klavier
Elisabeth Pöcksteiner, Dramaturgie


Werke von Claude Debussy, Piotr I. Tschaikowsky, Sergej Prokofjew, Joe Hisaishi und anderen mondbegeisterten Komponisten

Was heute alles möglich ist: Ein Ausflug zum Mond ist kein Problem mehr! Aber was, wenn man dort oben vergessen wird? Die Pianistin Sabina Hasanova und die Künstlerin Anna Vidyaykina laden ein zu einer großartigen Raumfahrt. Sie erzählen ihre Geschichte nicht mit Worten, sondern mit Live-Sandmalerei und der funkelnden Musik von Claude Debussy und anderen Komponist:innen, die den Mond bewundert haben.

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Konzert

International Mendelssohn Festival Hamburg 2026: »Spiel und Eleganz«

Fine Arts Quartet
Ralph Evans, Violine
Efim Boico, Violine
Gil Sharon, Viola
Niklas Schmidt, Violoncello
Peijun Xu, Viola
Anna Kreetta Gribajcevic, Viola
Jens Bomhardt, Kontrabass
Stepan Simonian, Klavier
Alon Goldstein, Klavier


Jean Marie Leclair: Sonate c-Moll op. 12/5 für zwei Violinen
York Bowen: Phantasy für Viola und Klavier op. 54
Carl Maria von Weber: Andante und Rondo ungarese c-Moll J 79 für Viola und Klavier
Domenico Scarlatti: Drei Sonaten für Klavier
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester A-Dur KV 488

»Spiel und Eleganz« widmet sich der feinen Balance zwischen Virtuosität und stilistischer Klarheit. Jean-Marie Leclairs Sonate zeigt barocke Beweglichkeit und strukturelle Präzision, während York Bowen und Carl Maria von Weber die Viola als ausdrucksreiches, farbenreiches Instrument in den Mittelpunkt rücken. Nach der Pause entfalten Scarlattis Sonaten eine konzentrierte Form des musikalischen Spiels, das sich in Mozarts Klavierkonzert KV 488 zu vollendeter Ausgewogenheit erweitert – ein Werk, in dem Eleganz, Transparenz und Ausdruck in idealer Balance erscheinen.

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Konzert

The Young ClassX Chöre & Orchester

»Macht!Musik!«

The Young ClassX Ensemble
Fanny Mendelssohn Jugendorchester
Moses Mendelssohn Kammerorchester
Youngster Ensemble
The Young ClassX Schulchor
Nuron Mukumi, Klavier
Leitung: Clemens Malich
Leitung: Maria Ludwig-Petersen


Wolfgang Amadeus Mozart: Andante / aus: Konzert für Klavier und Orchester C-Dur KV 467
Dmitri Schostakowitsch: Lento / aus: Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll op. 35
Mieczysław Weinberg
Aria op. 9
sowie Musik von Queen, aus dem Film »The Greatest Showman« u.a.

Klassik ist King und Queen ist auch mit dabei! Voller Power werden gleich fünf Jugendensembles und -orchester an diesem Abend gemeinsam auf der Bühne stehen, darunter das Fanny Mendelssohn Jugendorchester, das Moses Mendelssohn Kammerorchester aus der Mendelssohn Orchesterfamilie sowie die besten Sänger:innen aus dem Chorbereich von The Young ClassX.

Warum das Konzertprojekt »Macht!Musik!« so einzigartig ist? Neben den erarbeiteten Musikstücken präsentieren die Jugendlichen selbst erstellte Textbeiträge zum Thema Macht, Streit, aber auch Versöhnung. Darüber hinaus spannt es einen Bogen – nein, gleich mehrere – zwischen den Jahrhunderten, zwischen Chor und Orchestermusik, zwischen Schule und Bühne, zwischen bekanntem, bühnenerprobtem Pianisten und jungen Musikschaffenden, die teilweise zum ersten Mal auf der großen Bühne der Elbphilharmonie stehen. Seid ihr dabei, wenn der letzte Ton von Schostakowitschs Klavierkonzert verklingt und es mit Queen heißt: »Don’t Stop Me Now«?

Gegründet wurde The Young ClassX e.V. von der Otto Group und dem Ensemble Salut Salon. Seit 2008 hat das Musikförderprogramm mit Chor- und Orchester-Projekten sowie MusikMobil-Fahrten über 40.000 Kinder und Jugendliche erreicht – und steht dabei für eine Energie, die, ganz im Sinne von »Don’t Stop Me Now«, jungen Menschen kreative Freiräume eröffnet.

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Familienkonzert

Funkelkonzert L / Ausflug zum Mond

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Piano & Sand
Anna Vidyaykina, Sandmalerei
Sabina Hasanova, Klavier
Elisabeth Pöcksteiner, Dramaturgie


Werke von Claude Debussy, Piotr I. Tschaikowsky, Sergej Prokofjew, Joe Hisaishi und anderen mondbegeisterten Komponisten

Was heute alles möglich ist: Ein Ausflug zum Mond ist kein Problem mehr! Aber was, wenn man dort oben vergessen wird? Die Pianistin Sabina Hasanova und die Künstlerin Anna Vidyaykina laden ein zu einer großartigen Raumfahrt. Sie erzählen ihre Geschichte nicht mit Worten, sondern mit Live-Sandmalerei und der funkelnden Musik von Claude Debussy und anderen Komponist:innen, die den Mond bewundert haben.

Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XXL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.

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Konzert

International Mendelssohn Festival Hamburg 2026: »Kraft und Gestalt«

Fine Arts Quartet
Ralph Evans, Violine
Efim Boico, Violine
Gil Sharon, Viola
Niklas Schmidt, Violoncello
5um3
Meret Louisa Vogel, Flöte
Jiyeon Noh, Oboe
Max Godinić, Klarinette
Annika Koll, Fagott
Una Weske, Horn
Peijun Xu, Viola


Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 18/1
Anton Reicha: Quintett f-Moll op. 99/2
Ludwig van Beethoven: Streichquintett C-Dur op. 29

»Kraft und Gestalt« richtet den Blick auf musikalische Form als Ausdruck von Energie und Struktur. Beethovens frühes Streichquartett op. 18 Nr. 1 zeigt bereits die Spannung zwischen klassischer Ordnung und individueller Handschrift. Anton Reichas Bläserquintett erweitert dieses Denken durch klangliche Experimente und neue formale Ansätze. Im zweiten Teil verdichtet sich die Perspektive: Beethovens Streichquintett op. 29 verbindet Kraft und Fülle mit einer klaren architektonischen Anlage und macht hörbar, wie musikalische Gestalt aus innerer Bewegung entsteht.

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Konzert

West-Eastern Divan Orchestra / Daniel Barenboim

West-Eastern Divan Orchestra
Dirigent: Daniel Barenboim


Franz Schubert: Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«
Richard Wagner: Vorspiel und Liebestod aus der Oper »Tristan und Isolde« WWV 90
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

Zwischen Vision und Verantwortung

Das West-Eastern Divan Orchestra und sein Gründer und langjähriger Leiter Daniel Barenboim verbindet mehr als eine künstlerische Zusammenarbeit. Seit 1999 steht das Ensemble für die Idee, durch gemeinsames Musizieren Dialog zu ermöglichen – über kulturelle und politische Grenzen hinweg. Barenboims Arbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern aus dem Nahen Osten versteht sich dabei nicht nur als künstlerisches Projekt, sondern als gelebte Überzeugung: Klang als Raum der Begegnung, Präzision als Voraussetzung für gegenseitiges Zuhören. Aus dem Anspruch des Dialogs erwächst ein Abend, der musikalische Extreme nebeneinanderstellt.

Kaum eine Sinfonie beginnt so düster und bedrohlich, wie die »Unvollendete« von Franz Schubert, die rätselhafte Klangwelten und blumige Walzerseligkeit aufeinanderprallen lässt. Ein Meilenstein der Musikgeschichte im Taschenformat ist mit Auszügen der instrumentalen Fassung von Richard Wagners Oper »Tristan und Isolde« zu erleben: Ein harmonisch derart kühnes, in mehrfacher Hinsicht grenzüberschreitendes Werk hatte die Opernbühne bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erlebt. Ludwig van Beethovens »Eroica« war eine bis dahin unerhört lange, schwierige und heroische Sinfonie, die während Napoleon Bonapartes Eroberungskriegen entstand.

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Truls Mørk / Bertrand de Billy

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Truls Mørk, Violoncello
Dirigent: Bertrand de Billy


Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie op. 64

»Ein Stück Holz, das oben kreischt und unten brummt.« Ein großer Freund des Cellos war Antonín Dvořák diesem berühmten Zitat zufolge nicht – und doch schuf er eines der wichtigsten spätromantischen Solokonzerte für dieses Instrument. Dabei erklang zunächst eine »Sinfonie in h-Moll« in seinen Ohren, als er während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten 1893 erstmals das Rauschen der Niagarafälle hörte. Unter dem Eindruck des Cellokonzerts seines Kollegen Victor Herbert wurde daraus in den darauffolgenden Jahren ein mitreißendes Konzert, in dem Dvořák das einst missachtete Soloinstrument unnachahmlich zum Singen bringt. In seiner meisterhaft instrumentierten Alpensinfonie beschreibt Richard Strauss eine Wanderung in den Alpen vom Sonnenaufgang, über den Aufstieg, die Szenerie auf dem Gipfel, bis hin zum einsetzenden Gewitter und dem darauf folgenden Abstieg – jeweils mit einer plastischen Vertonung der dazugehörigen Naturereignisse. Dabei ist das Werk weitaus mehr als eine spätromantische Tonmalerei: Die zyklische Anlage vom Morgengrauen bis zur Dämmerung kann auch als zeitlose Allegorie auf das menschliche Leben betrachtet werden.

Einführung
10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

International Mendelssohn Festival Hamburg 2026: »Ausklang in die Weite«

5um3
Meret Louisa Vogel, Flöte
Jiyeon Noh, Oboe
Max Godinić, Klarinette
Annika Koll, Fagott
Una Weske, Horn
Fine Arts Quartet
Ralph Evans, Violine
Efim Boico, Violine
Gil Sharon, Viola
Niklas Schmidt, Violoncello
Mark Gothóni, Violine
Anna Kreetta Gribajcevic, Viola
Arto Noras, Violoncello
Jens Bomhardt, Kontrabass
Alon Goldstein, Klavier
Juhani Lagerspetz, Klavier


Felix Mendelssohn Bartholdy: Trois Fantaisies ou Caprices op. 16
Carl Maria von Weber: Klavierquartett B-Dur op. 8
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester C-Dur KV 467
Stephen Montague: Thule Ultima

Das Abschlusskonzert öffnet den Raum für Weite, Fantasie und klangliche Perspektiven. Mendelssohns »Fantaisies ou Caprices« verbinden Freiheit und Form, während Webers Klavierquartett einen Blick auf die Anfänge romantischer Klangsprache wirft. Mozarts Fantasie KV 608 erscheint als eindrucksvolle Klangarchitektur, die sich in der kammermusikalischen Fassung seines Klavierkonzerts KV 467 zu einem Zustand von Leuchtkraft und innerer Ruhe erweitert. Mit Stephen Montagues »Thule Ultima« öffnet sich schließlich ein moderner Horizont – ein Ausklang, der das Festival in einen weiten, offenen Klangraum entlässt.

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Konzert

Omar Sosa / Seckou Keita / Steffen Schorn / NDR Bigband

»Raíces Unidas«

NDR Bigband
Seckou Keita, kora, vocals
Omar Sosa, piano
director: Steffen Schorn


Der aktuelle Siemens-Musikpreisträger Jordi Savall hat durch Forschungen und in Aufnahmen nachgewiesen, dass ein wesentlicher Teil der Musik Mittel- und Südamerikas aus Afrika stammt. »Sag’ ich doch schon lange!«, könnte Omar Sosa sagen. Denn der kubanische Pianist hat sich von Anfang an nicht nur mit Son, Soul, Elektronica, klassischer Musik und Hip-Hop, sondern durch seine afrokubanische Santerìa-Religion auch mit den Wurzeln der kubanischen Musik beschäftigt. Dabei ist er nicht nur auf Kuba, sondern auch in Ecuador und den USA fündig geworden.»Wenn man sich mit den Traditionen beschäftigt, entdeckt man eben auch die Verbindungen in unserer Kultur. Das ist universal, weil die afroamerikanische Musik in einem wesentlichen Teil afrikanisch ist.«

Die Santerìa schickte Sosa einst auf die Reise, auf dieser entdeckte er um die Jahrtausendwende auch marokkanische Gnawa-Musik, spielte mit nordwest- und westafrikanischen Musikern zusammen, unter anderem seit 2012 mit Seckou Keita. Den senegalesischen Kora-Spieler und Sänger lernte Sosa zufällig in London kennen; man habe ein bisschen gejammt, und weil das so gut funktioniert habe, zwei Wochen später in Osnabrück im Studio gestanden.

Die Arrangements zu »Raíces unidas« stammen von Jaques Morelenbaum, auch er ein alter Bekannter von NDR Bigband und Omar Sosa, der bereits das gemeinsame Album »Ceremony« arrangierte, das 2011 den Jazz Echo gewann.

Wenn der brasilianische Cellist sich nun zusammen mit Omar Sosa, Seckou Keita und der NDR Bigband an den großen Musiktisch setzt, ist das sowohl ein Sprung ins Neue wie auch ein Zwischenresümee – »raíces unidas«, vereinte Wurzeln eben, gewachsen aus Neugier und Respekt. Denn im gemeinsamen Musizieren, so Sosa, da zeige man Liebe, Mitgefühl und Menschlichkeit.

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Konzert

Albert Schweitzer Jugendorchester / David Wurm / Nane Schulz / Sebastian Beckedorf

Albert Schweitzer Jugendorchester
Nane Schulz. Flöte
David Wurm, Violine
Leitung: Sebastian Beckedorf


Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Flöte und Orchester G-Dur KV 285c
Pablo de Sarasate: Carmen-Fantasie für Violine und Orchester op. 25
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale«

Das Albert Schweitzer Jugendorchester Hamburg kehrt nach zwei äußerst erfolgreichen Auftritten im Großen Saal der Elbphilharmonie zurück in dieses Konzerthaus. Das Programm des Abends verbindet Mozarts elegante Klangsprache mit Sarasates virtuoser Opernfantasie und Beethovens malerischer Sinfonie.

Den Beginn bildet Mozarts Erstes Flötenkonzert, dass viele Eigenheiten von Mozarts späteren Kompositionen aufweist: Viele Passagen wirken leicht, sind aber technisch hoch anspruchsvoll. Sowohl für Orchester als auch Solisten sind hier technisch und musikalisch gefordert. Anschließend folgt Pablo de Sarasates Carmen-Fantasie für Violine und Orchester. Ausgehend von Themen aus Bizets Oper »Carmen« entsteht ein brillantes Konzertstück; auch dieses voll mit technischen Herausforderungen und musikalischen Kontraste.

Abschließend erklingt Ludwig van Beethovens Sechste Sinfonie, die sogenannte »Pastorale«. Beethoven beschreibt darin verschiedene Eindrücke eines Aufenthalts auf dem Land. Vom ruhigen Ankommen, über eine Szene am Bach, über Gewitter und anschließendem Dankgesang. Das Albert Schweitzer Jugendorchester Hamburg vereint junge Musikerinnen und Musiker aus Hamburg und der Region. Unter der Leitung von Sebastian Beckedorf erarbeitet das Orchester regelmäßig sinfonische Programme und tritt in unterschiedlichen Konzertformaten auf.

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Konzert

Gstaad Festival Orchestra / Daniel Hope / Jaap van Zweden

Gstaad Festival Orchestra
Daniel Hope, Violine
Dirigent: Jaap van Zweden


Edward Elgar: Konzert für Violine und Orchester h-Moll op. 61
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67

Maßgeschneidert

Daniel Hope ist nicht nur einer der herausragenden Geiger unserer Zeit, sondern engagiert sich ebenso als künstlerischer Leiter, Brückenbauer zwischen Musiktraditionen und Botschafter des kulturellen Austauschs. Mit Elgars Violinkonzert hat er bei seinem Konzert in der Elbphilharmonie eine der persönlichsten und expressivsten Kompositionen des Engländers im Gepäck. Vom Solisten verlangt sie höchste Virtuosität, feinsinnige Phrasierung und die Fähigkeit, emotionale Spannungsbögen kraftvoll zu gestalten – und ist Daniel Hope damit wie auf den Leib geschneidert. Als Partner steht ihm das Gstaad Festival Orchestra zur Seite, dem er als Intendant des Menuhin Festivals Gstaad eng verbunden ist. In der zweiten Konzerthälfte feiern die Musiker:innen Ludwig van Beethoven mit einer Aufführung seiner imposanten Fünften – ein Vorgeschmack auf das Beethoven-Jahr 2027.

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© Erika Mayer
Konzert

Philharmonie Salzburg: Konzert zum Internationalen Musiktag

Philharmonie Salzburg
Dirigentin: Elisabeth Fuchs


Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu »Egmont« op. 84
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 e-Moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«

Der Internationale Musiktag (initiiert 1975 von Yehudi Menuhin und dem Internationalen Musikrat der UNESCO) findet jährlich am 1. Oktober statt. Der Tag steht im Zeichen von Frieden und Völkerverständigung, denn Musik verbindet die Welt. Auch die Philharmonie Salzburg feiert den Internationalen Musiktag 2026 mit seinem Publikum in der Elbphilharmonie.

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Podcast

Machtwechsel

Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander / Live-Podcast

Dagmar Rosenfeld, Gespräch
Robin Alexander, Gespräch


Der erfolgreiche Politik-Podcast »Machtwechsel« von Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander kommt auf die Bühne: Am 1. Oktober 2026 gibt es eine exklusive Live-Show im Kleinen Saal der Elbphilharmonie Hamburg – die einzige Live- Ausgabe in diesem Jahr.

In ihrem Podcast sortieren die erfahrenen Politikjournalist:innen Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander im täglichen Nachrichtenlärm, was in der deutschen Politik wirklich wichtig ist – mit Hintergründen, Einordnungen und Analysen. Die beiden sind nah dran an den zentralen politischen Akteur:innen und Geschehnissen, nehmen ihr Publikum mit in die Hinterzimmer der Macht und erklären, warum Entscheidungen getroffen werden – oder eben auch nicht. In Hamburg bringen sie ihre Themen erstmals in diesem Jahr live und in besonderer Atmosphäre auf die Bühne

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Konzert

The Cleveland Orchestra / Golda Schultz / Franz Welser-Möst

The Cleveland Orchestra
Golda Schultz, Sopran
Dirigent: Franz Welser-Möst


Richard Strauss: Vier letzte Lieder TrV 296
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll op. 65

Das geht unter die Haut! Wer bereit ist für Musik, die an Abgründe des irdischen Daseins führt, ist im Konzert des Cleveland Orchestra genau richtig. Nach vier Jahren Pause kehrt der traditionsreiche Klangkörper zurück in die Elbphilharmonie und bleibt sich in künstlerischer Qualität und Programmatik treu. Seit fast einem Vierteljahrhundert formt Franz Welser-Möst die luxuriöse Klangkultur dieses führenden amerikanischen Orchesters. Bevorzugt im Zentrum der gemeinsamen Arbeit: Musikwerke, die das Leben befragen. Dieses Mal geben Welser-Möst und das Cleveland Orchestra erschütternde Einblicke in ein gequältes Komponisten-Ich und die Gedankenwelt am Ende eines erfüllten Künstlerlebens. An ihrer Seite: Golda Schultz, die mit traumschöner Wärme und Strahlkraft in der Stimme den »Vier letzten Liedern« die berührende Vollkommenheit verleiht, die Strauss ihnen einkomponiert hat.

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Werkstatt/Workshop

DJ Workshop für FLINTA*

ab 16 Jahren

Grundlagen des DJing lernen – Vinyl

In diesem DJ-Workshop können die Teilnehmer:innen die Grundlagen der Vinyl-DJing-Techniken kennenlernen. Von der Beschaffung von Materialien über die Auswahl von Musik bis hin zu technischem Know-how und Tricks beim Auflegen von Vinyl-Platten steht das Ausprobieren im Mittelpunkt. Zugleich sind Fragen rund um den Alltag, die Besonderheiten und Herausforderungen im DJ-Handwerk willkommen. Geleitet wird der Workshop von der international erfolgreichen DJ Resom. Sie ist als DJ international gefragt und war Residenzkünstlerin in Clubs wie ://about blank und Paloma in Berlin sowie im Hamburger Golden Pudel Club. Der Workshop findet in Kooperation mit Spoon statt. Spoon ist ein 2018 gegründeter DJ-Workspace für Frauen, Trans- und nicht-binäre Personen, die so das Auflegen mit Vinyl in wertungsfreier Atmosphäre lernen, sich austauschen und sich als Künstler:innen weiterentwickeln können.

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Kurs

Workshop: Klassiko Schlaginstrumente

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Die Welt der Schlaginstrumente ist riesig: In der Sammlung der Elbphilharmonie finden sich klassische Schlagwerkinstrumente des Sinfonieorchesters (wie Pauken, Trommel und Becken), sogenannte Stabspiele (etwa das Xylofon und das Vibrafon) und unzählige weitere Rhythmusinstrumente, auch aus anderen Teilen der Welt. Im Workshop können sie alle ausprobiert werden. Die Teilnehmer können unter Anleitung ihren Rhythmus finden – und am Ende mit allen zusammen musizieren.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.
Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

Veranstalter: HamburgMusik

Gefördert durch die Hubertus Wald Stiftung

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Liederabend

Thomas Hampson / Rothko String Quartet

»Fields of Wonder« – ein amerikanischer Liederabend

Thomas Hampson, Bariton
Rothko String Quartet
Joosten Ellée, Violine
Konrad Elias-Trostmann, Violine
Marc Kopitzki, Viola
Jakob Nierenz, Violoncello
Cécile-Laure Kouassi, Kontrabass
Elitsa Desseva, Klavier
Nicholas Isaiah King Rose, Tanz
Ana Đorđević, Tanz
Kameron Locke, Sprecher
Choreografie: Andreas Heise
Kian Jazdi, Konzept


»Fields of Wonder«
ein amerikanischer Liederabend mit Werken von Robert Owens, Leonard Bernstein, Margaret Bonds u.a.

Tiefgründig und emotional

Der US-amerikanische Jahrhundertsänger Thomas Hampson setzt sich Zeit seines Lebens für Werke afroamerikanischer Komponist:innen ein. 2021 kuratierte er in der Elbphilharmonie das Festival »Song of America: A Celebration of Black Music«, nun präsentiert er im Rahmen von Liedstadt Hamburg den Liederzyklus »Fields of Wonder« von Robert Owens, der nun erstmals vollständig in der Elbphilharmonie zu erleben ist. Begleitet wird er dabei nicht etwa von einem Klavier, sondern vom Rothko String Quartet, das sich für dieses Konzert sogar extra einen Kontrabass zur Seite holt. Angereichert mit Choreografien des Liedstadt-Artist-in-Residence Andreas Heise wandelt sich die Musik in ein berührendes, unmittelbar körperliches Erlebnis. Außerdem erklingen Lieder von Leonard Bernstein, Florence B. Price und Margaret Bonds, die die tiefgründigen Gefühlswelten von »Fields of Wonder« sinnfällig ergänzen. Es erwartet Sie ein Konzertabend mit Musik und Bewegung von großer Emotionalität und gesellschaftlicher Relevanz.

»Fields of Wonder« des afroamerikanischen Komponisten Robert Owens zählt zu den faszinierendsten seiner Art – nicht nur, weil die elf Lieder ein bewegendes Panorama der menschlichen Gefühlswelt zeichnen, sondern auch, weil der Gesang nicht von einem Klavier, sondern von mehreren Streichinstrumenten begleitet wird. Auf diese Weise verpasst Owens der poetischen Tiefe des Dichters und Bürgerrechtlers Langston Hughes einen abwechslungsreichen Anstrich, der amerikanische mit europäischen Klangfarben vereint. Trotz ihrer großen Bedeutung für die afroamerikanische Kunst und Kultur sind Langston Hughes und Robert Owens heute weitgehend eher unbekannt. Und das, obwohl der 2017 verstorbene Owens mehr als sein halbes Leben in Deutschland verbrachte, seine Oper »Kultur! Kultur!« in Ulm uraufführte, Musik für den »Tatort« komponierte und als Schauspieler sogar einen Gastauftritt in der Action-Serie »Alarm für Cobra 11« hatte.

Das Liedstadt Festival schafft intime Konzerterlebnisse an besonderen Orten: nah, emotional und offen für alle. Die Programme knüpfen Verbindungen – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Lied und Song, zwischen Menschen und Kulturen. Nach den großen Erfolgen der vergangenen Jahre verwandelt das Festival Hamburg auch in diesem Jahr in eine Liedstadt.

Rahmenprogramm:
Sa, 3.10.2026 18:45 Uhr
Künstlergespräch, Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

The Cleveland Orchestra / Franz Welser-Möst

The Cleveland Orchestra
Dirigent: Franz Welser-Möst


Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie C-Dur KV 338
Bernd Richard Deutsch: Intensity
Richard Strauss: Sinfonia domestica für großes Orchester F-Dur op. 53

Große Gefühle

Seit beinahe einem Vierteljahrhundert steht Franz Welser-Möst an der Spitze des Cleveland Orchestra – eine langjährige enge Zusammenarbeit, die sich in künstlerischer Exzellenz auszahlt. Und als eines der besten Orchester des amerikanischen Kontinents darf der Klangkörper im USA-Schwerpunkt der Elbphilharmonie nicht fehlen. Auf dem Programm: Werke, die Brücken zwischen der »Neuen« und der »Alten« Welt schlagen.

Richard Strauss muss ein sehr stolzer Familienvater gewesen sein – immerhin hat er das alltägliche Leben mit seiner »Sinfonia domestica« in Musik gegossen, die eher an die Taten eines kühnen Helden erinnert, als an lebhaften Verwandtenbesuch. Uraufgeführt in New York, wurde die überschwängliche Musik auf beiden Seiten des Atlantiks begeistert aufgenommen.

Der Titel »Intensity« spiegelt nach Aussage des Komponisten Bernd Richard Deutsch seine Gefühlswelt rund um die Komposition des Werks wider. 2019 hatte seine dreijährige Residenz beim Cleveland Orchestra begonnen und der Österreicher war voller Tatendrang, inspiriert von neuen Begegnungen mit Menschen und Orten. »Deutsch beherrscht das Komponieren für großes Orchester wirklich beeindruckend«, schreibt Die Welt über das letzte Elbphilharmonie-Konzert mit Musik des Komponisten.

Einführung mit Verena Mogl
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

So klingt Zukunft! Alexander Gerassimez & DSM Allstars

Benefizkonzert der Deutschen Stiftung Musikleben

Alexej Gerassimez, Schlagwerk
Kira Elisabeth Koch, Violine
Oscar Benjamin Hollmer, Violoncello
Linda Yuan, Klavier
Jakob Plag, Klarinette
Constantin Heise, Violoncello
Hamlet Ambarzumjan, Klavier
Streichorchester mit Stipendiatinnen und Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben 
Felicitas Schiffner, Violine und Leitung
Ilja Monti, Violine
Léon Haffner, Violine
Veronika Rädler, Violine
Lucilla Rose Mariotti, Violine
Malika Schulze, Violine
Elena Meyer, Violine
Elisabeth Gühring, Violine
Yunhe Tang, Violine
Sara Göbel, Violine
Yume Zamponi, Violine
Céline Eberhardt, Viola
Elena Küssner, Violine
Marlene Ju, Viola
Jakob Maximilian Rau, Viola
Antoni Wrona, Violoncello
Friederike Herold, Violoncello
Johann Eilrich, Violoncello
Duda Botelho, Kontrabass
Friederike Westerhaus, Moderation


Sergej Rachmaninow: Klaviertrio Nr. 1 g-Moll »Trio élégiaque«
Louise Farrenc: Trio Es-Dur für Klarinette, Violoncello und Klavier op. 44
Alexej Gerassimez:
Tiventuras für Pauke solo
Flower in the Wind
Franz Schubert: Rondo für Violine und Streichorchester A-Dur D 438
Edvard Grieg: Aus Holbergs Zeit / Suite im alten Stil für Streichorchester op. 40

Die herausragenden Stipendiatinnen und Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben präsentieren ein virtuoses Programm – in kammermusikalischen Besetzungen und im Streichorchester unter der Leitung von Stipendiatin Felicitas Schiffner. Stargast des Konzertabends ist der Perkussionist Alexej Gerassimez. Es werden Werke von Franz Schubert, Edvard Grieg, Louise Farrenc und anderen zu hören sein. Mit ihrem Benefizkonzert möchte die Deutsche Stiftung Musikleben Spenden sammeln, um weitere Projekte und Förderungen für die vielversprechendsten jungen Talente der Klassikwelt realisieren zu können.

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Lesung

Jenny Erpenbeck / Martina Gedeck

»Heimsuchung« – Harbour Front Literaturfestival

Jenny Erpenbeck, Lesung
Martina Gedeck, Lesung


Ein Haus an einem märkischen See. Fast ein Jahrhundert deutscher Geschichte. Und zwei Künstlerinnen, die einen der bedeutendsten deutschsprachigen Romane der Gegenwart erstmals gemeinsam auf die Bühne bringen. Jenny Erpenbeck, Trägerin des International Booker Prize, zählt zu den international wichtigsten literarischen Stimmen unserer Zeit. In ihrem vielfach ausgezeichneten Roman »Heimsuchung« erzählt sie nicht die Geschichte einer einzelnen Familie, sondern die eines Ortes.

Ein Sommerhaus am See wird zum stillen Zeugen deutscher Geschichte. Generationen kommen und gehen, Eigentümer wechseln, Leben beginnen und enden. Menschen lieben und verlieren, fliehen, schweigen und erinnern. Aus ihren Schicksalen entsteht ein eindringliches Panorama über das 20. Jahrhundert, in dem sich persönliche Lebensgeschichten und historische Umbrüche untrennbar miteinander verweben.

Mit großer poetischer Kraft und beeindruckender historischer Präzision entfaltet Erpenbeck eine Erzählung über Erinnerung und Vergänglichkeit, Heimat und Enteignung, Schuld und Verantwortung, Zufall und Schicksal. »Heimsuchung« gilt heute als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Romane der Gegenwart. Für viele Abiturient:innen ist das Buch noch mit den Deutschprüfungen dieses Jahres verbunden. Das Harbour Front Literaturfestival bietet nun die Gelegenheit, den Roman neu zu entdecken, frei von Prüfungsdruck und als das, was er längst geworden ist: ein moderner Klassiker der deutschsprachigen Literatur.

Martina Gedeck, eine der renommiertesten Schauspielerinnen Deutschlands, leiht dem Roman ihre Stimme und liest ausgewählte Passagen. Mit ihrer feinen, nuancierten Interpretation macht sie Erpenbecks poetische Sprache unmittelbar erfahrbar. Im anschließenden Gespräch begegnen sich Autorin und Schauspielerin, um über die Entstehung des Romans, seine internationale Wirkung und seine überraschende Aktualität zu sprechen. Ein besonderer Anlass dafür: Nur wenige Tage nach diesem Festivalabend feiert die Verfilmung von »Heimsuchung« unter der Regie von Volker Schlöndorff ihren Kinostart. Martina Gedeck übernimmt darin eine der Hauptrollen und bringt den Roman damit nicht nur auf die Bühne, sondern auch auf die Leinwand.

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Konzert

Magdeburgische Philharmonie / Sebastian Fritsch / Christian Øland

Magdeburgische Philharmonie Orchester
Sebastian Fritsch, Violoncello
Dirigent: Christian Øland


Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 1 e-Moll op. 39

Zum ersten Mal gastiert die Magdeburgische Philharmonie im Großen Saal der Elbphilharmonie. Zwei Tage nach dem Tag der Deutschen Einheit bekommt dieses Debüt eine besondere Symbolkraft: Ein traditionsreiches Orchester aus Ostdeutschland kommt nach Hamburg, von der Elbe an die Elbe.

Das Programm führt in die großen Klangwelten der Romantik. Antonín Dvořáks Cellokonzert h-Moll gehört zu den berührendsten Werken der Konzertliteratur: virtuos, sehnsuchtsvoll und von unmittelbarer emotionaler Kraft. Solist ist Sebastian Fritsch, seit 2021 Erster Konzertmeister der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Gewinner des TONALi Cello-Wettbewerbs 2018. Nach der Pause erklingt Jean Sibelius’ Erste Sinfonie. Ein Werk voller weiter sinfonischer Bögen, dramatischer Kraft und nordischer Klangfarben, in dem noch der Einfluss Tschaikowskys hörbar ist und zugleich schon Sibelius’ eigene Stimme hervortritt.

Die Magdeburgische Philharmonie ist das Opern- und Konzertorchester des Theaters Magdeburg, das 2025 zum Theater des Jahres gewählt. Am Pult steht Christian Øland, Generalmusikdirektor des Theaters und Chefdirigent der Magdeburgischen Philharmonie. Er gilt als eine der profilierten jungen Stimmen der nordischen Dirigentenszene. Bereits mit 18 Jahren wurde er in die Dirigierklasse der Sibelius-Akademie in Helsinki aufgenommen. Sibelius ist für ihn also nicht nur Repertoire, sondern Teil seiner musikalischen Herkunft.

Das Konzert findet in Kooperation mit TONALi statt. Damit verbindet sich der Abend mit einer Hamburger Initiative, die klassische Musik lebendig vermittelt und neue Zugänge zum Konzertleben schafft. So wird dieses Debüt zu einem besonderen Abend von Ost nach West, von Elbe zu Elbe. Magdeburg zeigt in Hamburg seine kulturelle Aufbruchskraft, und die TheaterGemeinde Hamburg öffnet gemeinsam mit TONALi Räume für Begegnung, Orientierung und ein Kulturerlebnis, das Menschen und Städte verbindet.

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Jazz

Jason Moran plays Duke Ellington

Jason Moran, Klavier

Mit dem Duke in die Zukunft

Thelonious Monk, Fats Waller, Duke Ellington – wenn Jason Moran spielt, füllt sich der Saal mit den Legenden der Jazzgeschichte. Auf seinem neuesten Album »Jason Moran plays Duke Ellington« nähert sich Moran dem »Duke« vor allem als Pianisten. »Dukes Musik ist zu wichtig, um sie einfach nur zu spielen«, sagt der Pianist über den großen Duke Ellington. »Ich habe mich meine ganze Karriere lang mit ihm beschäftigt, um ihm gerecht zu werden.«

Schon 2024 spielte sich Moran gemeinsam mit der hr-Bigband und einem Duke-Ellington-Programm in die Herzen des Publikums. »Jazz zum darin Versinken«, schrieb das Hamburger Abendblatt begeistert. Nun führt er diesen Weg allein am Klavier fort und interpretiert Ellingtons Klassiker auf seine Art: In seiner Fassung der berühmten »Black and Tan Fantasy« steigert sich Moran beinahe in einen wahren Rausch und setzt zwischen die Originalmotive dunkel grollende Akzente.

»Das Klavier ist eine Maschine. Er hat einen Weg gefunden, dieser Maschine eine Seele zu geben und Geschichten über die Menschen zu erzählen, denen er begegnet ist.« Diese Geschichten führt der aus Houston stammende US-Amerikaner in jedem Konzert weiter. Er entdeckt in den bekannten Stücken immer neue Facetten und überführt sie in die Gegenwart: »Ich stelle mir Ellington gerne als jemanden vor, der stets in die Zukunft strebt.«

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Konzert

Apparat

»›Vielleicht‹ ist keine Schwäche, sondern ein Raum, in dem Dinge noch wachsen können«, sag Sascha Ring. »Das ›Hum‹ ist diese unterschwellige Strömung des Potentiials – kein klares Ja oder Nein, sondern der Zwischenraum, in dem das Leben stattfindet.« Im Laufe der Jahre hat sich Apparat einen Ruf für immersive Live-Shows auf Festivals und in Konzertsälen rund um den Globus aufgebaut, darunterAuftritte bei Sónar, Primavera Sound und im Palais de la Découverte für Arte Concert.

Die letzte Tournee von Apparat mit voller Bandbesetzung fand in den Anfängen der Pandemie statt, als Live-Musik weitgehend auf Eis lag. Seine Musik hat durch vielbeachtete Synchronisationen auch ein weltweites Publikum erreicht, vor allem durch den Titelsong zur Netflix-Erfolgsserie »Dark«.

Nach der weltweiten Tournee mit Moderat in den Jahren 2022/23 und einigen ausgewählten DJ-Sets in den letzten Jahren kehrt Sascha Ring alias Apparat nun mit einem besonderen Live-Erlebnis in sorgfältig ausgewählten Veranstaltungsorten in ganz Europa auf die Bühne zurück. Die Konzerte werden »A Hum Of Maybe« in voller Länge sowie ausgewählte Highlights aus Apparats früheren Werken präsentieren.

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Konzert

Filarmonica del Teatro Comunale di Bologna / Wilson Hermanto

Filarmonica del Teatro Comunale di Bologna, Orchester
Dirigent: Wilson Hermanto


Gioachino Rossini: Ouvertüre zu »Guillaume Tell«
Giuseppe Verdi: Ballettmusik / Les vêpres siciliennes
Modest Mussorgsky / Maurice Ravel: Bilder einer Ausstellung

Vor 125 Jahren starb der Komponist Guiseppe Verdi. Anlässlich dieses besonderen Gedenkjahres konzertiert Filarmonica del Teatro Comunale di Bologna im Großen Saal. Und natürlich erklingt auch ein Werk des großen italienischen Komponisten.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Frank Peter Zimmermann / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Frank Peter Zimmermann, Violine
Dirigent: Alan Gilbert


Missy Mazzoli: Orpheus Undone
William Walton: Konzert für Violine und Orchester
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie C-Dur KV 551 »Jupiter«

Mit dem Schicksal abfinden? – Mazzolis »Orpheus Undone«

Das Schicksal im Mythos ist unwiderruflich: Orpheus hatte eine letzte Gelegenheit, seine Geliebte Eurydike aus der Unterwelt zu befreien, und scheiterte, weil er sich nach ihr umsah. Umso schwerer, sich nach der verpatzten Chance mit dem Schicksal abzufinden. In ihrem 2022 uraufgeführten Werk »Orpheus Undone« beschäftigt sich die NDR Residenzkünstlerin Missy Mazzoli mit genau diesem seelischen Dilemma: Sie schrieb die Musik aus der Erfahrung heraus, dass sich in Momenten von Schock oder Trauma verschiedene Zeitgeschwindigkeiten übereinander legen – und dass man solche Momente am liebsten eben rückgängig (»undone«) machen würde...

Etwas gelassener nahm der britische Komponist William Walton seinen persönlichen Schockmoment während eines Aufenthalts im italienischen Ravello 1938: Als der arme Mann dort von einer Tarantel gestochen wurde, war ihm die unangenehme Erfahrung eine willkommene Anregung für sein Violinkonzert. In das hochvirtuose Scherzo des Stücks schob er prompt eine »regelrecht verrückte« Tarantella-Passage ein... Ansonsten ist das hierzulande selten gespielte Werk aber völlig seriös, ja, »eines der besten Violinkonzerte, die je geschrieben wurden«, wie der Dirigent der Uraufführung durch den Widmungsträger Jascha Heifetz schwärmte. Nun nimmt sich der »Heifetz unserer Zeit«, Ausnahmegeiger Frank Peter Zimmermann, dieser großartigen Entdeckung an.

Zum Abschluss des Programms dirigiert Chefdirigent Alan Gilbert Wohlbekanntes: Als »Appell an die Ewigkeit« seien die drei letzten Sinfonien Mozarts entstanden, schrieb einmal der Mozart-Forscher Alfred Einstein. Warum der Komponist diese anspruchsvollen Werke drei Jahre vor seinem Tod in Angriff nahm, ist ungeklärt. Einem konkreten Auftrag folgte er jedenfalls nicht. Vermutlich also wollte er der Nachwelt einfach ein Denkmal seines Könnens setzen – und was für eines! Das Finale der C-Dur-Sinfonie Nr. 41 erklärte man nicht lange nach Mozarts Tod zum »Triumph der neuen Tonkunst«. Wie selbstverständlich war es Mozart hier gelungen, eine Art »Kunst der Fuge« zu schreiben, die auf unnachahmliche Weise das Schwere leicht macht.

Einführung mit Julius Heile
8.10.: 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
11.10.: 10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Jlin

feat. Carmen Villain / ePhil

Carmen Villain, live electronics
Jlin, live electronics


1. Teil: Carmen Villain
2. Teil: Jlin

Elektro-Sounds aus der Stahlfabrik

Das erste ePhil-Konzert der Saison bringt gleich ein Double Feature: Carmen Villain eröffnet den Abend für Jlin.

Die US-amerikanische Komponistin Jlin sorgt seit ihrem Debütalbum »Dark Energy« (2015) mit jeder Veröffentlichung für Aufsehen. 2023 war sie Finalistin beim Pulitzer-Preis mit dem Album »Perspective«, das sie für das Ensemble Third Coast Percussion schrieb. Für ihr aktuelles Album »Akoma« hat sie mit Musiklegenden wie Björk und Philip Glass zusammengearbeitet und beweist erneut, dass sie zu den spannendsten und einflussreichsten Musiker:innen der USA gehört. Gekonnt kombiniert sie klassische und elektronische Einflüsse zu ihrer einzigartigen, treibenden Musik. Bei den rhythmischen, perkussiven Sounds verwundert es nicht, dass Jlin vor ihrer Karriere in einer Stahlfabrik gearbeitet hat. Doch sind in diesen harten Klängen auch immer wieder Momente der Eleganz und Schönheit so überzeugend eingeflochten, dass zu Jlins Musik auch schon Models bei Fashion-Shows über die Bühne gelaufen sind.

Bei diesem Konzert kommen Stroboskopeffekte zum Einsatz.

Mit »Blue« hat Jlin auch schon einen Track von Carmen Villain neu aufgelegt – umso naheliegender, beide Künstlerinnen an einem Abend zu präsentieren. Geboren als Tochter eines Norwegers und einer Mexikanerin, lebt Carmen Villain inzwischen in London. Hier machte sie als vielversprechende Indie-Singer-Songwriterin mit Gitarre von sich reden, bevor sie sich rein elektronischer Musik zuwandte. Die ätherisch-träumerischen Sphären ihrer ersten Alben hat sie nun abermals hinter sich gelassen: Ihr neues Album »Memoria« wartet mit Bass-lastigem Dub-Techno auf, über dem sich atmosphärische Klanglandschaften entfalten.

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Kinderkonzert

Funkelkonzert S / Obotaqua

für Familien mit Kindern von 1–3 Jahren

Syriab Duo
Friedrike Kayser, Oboe, Englischhorn
Ibrahim Bajo, Kanun
Jin Lee, Tanz
Ceren Oran, Konzept, Regie, Choreografie
Sigrid Wurzinger, Ausstattung, Kostüm
Franziska Stolz, Musikdramaturgie, Konzept


Musik- und Tanztheater, das scheinbar ferne Klangwelten fantasievoll zusammenbringt

Die magischen Drei

In dieser musikalischen Performance verbinden sich drei Elemente: Oboe, Tanz und Quanun – fertig ist »Obotaqua«. Das Quanun (auch: Kanun) ist eine Zither, die seit Jahrhunderten in der arabischen Musik zum Einsatz kommt. In der gemütlichen Atmosphäre des Kaistudios kommen die Instrumente zusammen und verschmelzen mit dem Tanz zu einem fantasievollen Ganzen. Mitmachen und Tanzen erlaubt!

Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.

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Kammerkonzert

Quatuor Ébène

Beethoven-Zyklus I

Quatuor Ébène
Pierre Colombet, Violine
Gabriel Le Magadure, Violine
Marie Chilemme, Viola
Yuya Okamoto, Violoncello


Ludwig van Beethoven:
Streichquartett A-Dur op. 18/5
Streichquartett c-Moll op. 18/4
Streichquartett Es-Dur op. 127

Wohl kaum ein anderes kammermusikalisches Werk spannt einen derart großen Bogen, zeigt eine derart überwältigende, kompositorisch revolutionäre Entwicklung, wie die Streichquartette Ludwig van Beethovens. Sie beglücken und verstören bis heute und die späten Quartette bleiben in mancherlei Hinsicht wohl für ewig die modernste Musik, die je geschrieben wurde. Das weltweit gefeierte Quatuor Ébène präsentiert bei den Hamburger Kammermusikfreunden zum Beethovenjahr 2027 sämtliche Streichquartette Beethovens in sechs Konzerten. Vom »Paukenschlag« der sechs frühen Quartette über die spieltechnisch vielleicht anspruchsvollsten mittleren bis zu den faszinierend-rätselhaften späten Streichquartetten mit der Großen Fuge als Finale.

Künstlergespräch:
18:45 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Werkstatt/Workshop

Workshop: Kreativ Klangsafari

für Familien mit Kindern ab 8 Jahren

Mit gespitzten Ohren gehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die Elbphilharmonie und fangen mit ihrem Mikrofon spannende Klänge ein. Welche Geräusche finden sich im Konzerthaus, wenn keine Konzerte gespielt werden? Mit einem Tablet samt App nehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Klangschnipsel auf, die sie später bearbeiten und zu einem kleinen Musikstück zusammenstellen können.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 8 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.
Kinder unter 8 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Performance

Compagnie La Tempête: »Obsession«

Eine immersive Performance mit Musik von Arvo Pärt, Philip Glass und Jehan Alain

Compagnie La Tempête, Chor und Orchester
Dirigent: Simon-Pierre Bestion


»Obsession«
Eine immersive Performance aus Klang, Licht und Bewegung
Arvo Pärt: Miserere
Philip Glass: 1000 Airplanes on the Roof / Bearbeitung für Orchester von Simon-Pierre Bestion (Auszüge)
Arvo Pärt: Triodion für gemischten Chor a cappella (Auszüge)
Jehan Alain: Trois Danses / Bearbeitung für Orchester von Simon-Pierre Bestion

Turbolenzen voraus!

Sich ganz in den Klang fallen lassen, die Musik als fast schon körperliche Erfahrung genießen – das verspricht das französische Ensemble La Tempête mit seinem multimedialen Programm »Obsession«. Stimmen, Instrumente, Licht, Tanz und ein geheimnisvoller Bühnenaufbau verschmelzen zur hypnotischen Musik von Arvo Pärt, Philip Glass und anderen zu einem Gesamtkunstwerk.

Bei La Tempête (dt. Der Sturm) ist der Name Programm: Von Renaissance und Barock bis Minimal Music wirbelt das Ensemble durch unterschiedlichste Werke. »Obsession« fokussiert sich ganz auf den Kreis, auf das Zyklische. Zwei emblematische Werke von Arvo Pärt umrahmen Ausschnitte aus Philip Glass’ »1000 Airplanes on the Roof«, einem Science-Fiction-Musiktheater über die Sichtung von außerirdischem Leben.

Den Abschluss bilden Tänze des jung verstorbenen französischen Komponisten Jehan Alain, der sich hörbar von den Jazzclubs seiner Pariser Jugend in den 1920er Jahren inspirieren ließ.

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Kammerkonzert

Quatuor Ébène

Beethoven-Zyklus II

Quatuor Ébène
Pierre Colombet, Violine
Gabriel Le Magadure, Violine
Marie Chilemme, Viola
Yuya Okamoto, Violoncello


Ludwig van Beethoven:
Streichquartett F-Dur op. 18/1
Streichquartett Es-Dur op. 74 »Harfenquartett«
Streichquartett C-Dur op. 59/3

Wohl kaum ein anderes kammermusikalisches Werk spannt einen derart großen Bogen, zeigt eine derart überwältigende, kompositorisch revolutionäre Entwicklung, wie die Streichquartette Ludwig van Beethovens. Sie beglücken und verstören bis heute und die späten Quartette bleiben in mancherlei Hinsicht wohl für ewig die modernste Musik, die je geschrieben wurde. Das weltweit gefeierte Quatuor Ébène präsentiert bei den Hamburger Kammermusikfreunden zum Beethovenjahr 2027 sämtliche Streichquartette Beethovens in sechs Konzerten. Vom »Paukenschlag« der sechs frühen Quartette über die spieltechnisch vielleicht anspruchsvollsten mittleren bis zu den faszinierend-rätselhaften späten Streichquartetten mit der Großen Fuge als Finale.

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Konzert

10. Érard-Festival

Michael Wolfrum, Bariton
Elsa Grether, Violine
Mitsuru Shiogai, Violine
Andreas Grünkorn, Violoncello
Mathias Weber, Klavier
Eiko Okuno-Jürgensen, Klavier
Stefan Matthewes, Klavier
Klaus-Dieter Jung, Klavier
Eberhard Hasenfratz, Klavier


Johannes Brahms: Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 100
Frédéric Chopin:
Nocturne c-Moll op. 48/1
Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52
Johannes Brahms: Sieben Fantasien op. 116
Richard Strauss: Sonate für Violine und Klavier Es-Dur op. 18
Franz Liszt: Fünf Lieder nach Gedichten von Heinrich Heine, Johann Wolfgang von Goethe und Emil Kuh
Maurice Ravel: Klaviertrio a-Moll

Seit zehn Jahren widmet sich die Érard-Gesellschaft der Pflege der großen Klavier- und Kammermusiktradition – inspiriert vom legendären Klang der historischen Érard-Flügel und getragen von der Idee, musikalisches Erbe lebendig und gegenwärtig zu halten. Dieses besondere Jubiläum wird mit einer außergewöhnlichen Érard-Nacht in der Elbphilharmonie gefeiert.

Internationale Solistinnen und Solisten gestalten einen vielschichtigen Konzertabend, der die Klangwelten des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in all ihren Facetten erlebbar macht. Werke von Johannes Brahms, Frédéric Chopin, Richard Strauss und Franz Liszt entfalten sich in hochkarätigen Interpretationen – von der intimen Liedkunst über virtuose Klavierwerke bis hin zu leidenschaftlicher Kammermusik.

Die Érard-Gesellschaft zeigt dabei einmal mehr ihre programmatische Handschrift: künstlerische Exzellenz, stilistische Vielfalt und ein Dialog zwischen Tradition und Moderne.

Den krönenden Abschluss des Abends bildet Maurice Ravels farbenreiches Klaviertrio, ein Meisterwerk von impressionistischer Raffinesse, rhythmischer Energie und poetischer Tiefe – ein festlicher Ausklang einer Konzertnacht, die ganz im Zeichen der Musik, der Begegnung und des Jubiläums steht.

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Lesung

Juli Zeh

Buchpremiere »Pony Show« – Harbour Front Literaturfestival

Warum interessiert sich ausgerechnet die renommierte Autorin und Verfassungsrichterin Juli Zeh für eine boulevardtaugliche Loverboy-Geschichte? Und was macht diesen Fall weit über seinen skandalträchtigen Kern hinaus interessant? Und warum interessieren wir uns so für dieses Buch? Weil sich die Öffentlichkeit – wie die Autorin Juli Zeh – für die Geschichte hinter der Geschichte interessiert und für die Frage, ob Gerichtsprozesse und/oder deren mediale Diskussion in der Lage sind, eines der höchsten Güter, die Wahrheit, ans Tageslicht zu fördern. Denn wir alle hängen an der Idee, dass es als Lebenskompass eine Wahrheit geben können müsste.

Der von Juli Zeh konstruierte Fall ist so schlicht wie simpel: Eine verheiratete, erfolgreiche Unternehmerin wird mit einer Pistole aufgegriffen und verdächtigt, ihren fünfundzwanzig Jahre jüngeren Mitarbeiter und angeblichen Lover umgebracht zu haben: Mordverdacht. Der Fall landet vor dem Hamburger Landgericht und entwickelt sich zu einem medialen Ereignis, das die Öffentlichkeit spaltet: Aha, Frauen agieren, einmal in Machtpositionen geraten, genauso toxisch wie Männer?

Der juristische Prozess und die mediale Begleitmusik, die eigentlich der Wahrheitsfindung dienen sollen, drohen, sich zum Gegenteil zu entwickeln, die Wahrheit zu verdrehen und zu verdecken.

Was aber passiert mit unserem ethischen Kompass, wenn die Wahrheit nicht ans Licht kommt? Was passiert, wenn die Medien als vierte Gewalt im Staat die Judikative aushebeln, selbst Wahrheitsfindung betreiben, aber in Wahrheit genau die Wahrheit, die sie aufzudecken hoffen, nur manipulieren? So wird das Justizdrama zum Spiegel einer Gesellschaft, die in Zeiten von Fake News um ihr Verhältnis zur Wahrheit ringt, um den nicht verhandelbaren Kern also.

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Konzert

Sergey Sadovoy

»Bach auf dem Akkordeon«

Sergey Sadovoy, Akkordeon



Johann Sebastian Bach
Toccata und Fuge d-Moll BWV 565
Partita Nr. 2 c-Moll BWV 826
Französische Suite Nr. 2 c-Moll BWV 813
Präludium und Fuge c-Moll BWV 847 / aus: Das wohltemperierte Klavier, Band 1

Domenico Scarlatti:
Sonate es-Moll K 475
Sonate d-Moll K 1
Sonate d-Moll K 213
Sonate F-Dur K 107
Vyacheslav Semionov:
Sonate Nr. 1
Unforgettable
Vladimir Zubitsky: Perpetuum mobile

Für sein Debüt in der Elbphilharmonie Hamburg präsentiert Sergey Sadovoy ein Programm mit Orgel- und Klavierwerken Johann Sebastian Bachs, ausgewählten Sonaten Domenico Scarlattis sowie virtuosen klassischen Originalwerken für Akkordeon. Im Mittelpunkt des Abends steht die Verbindung barocker Klangarchitektur mit den klanglichen und technischen Möglichkeiten des Akkordeons als »Instrument des Jahres 2026«. Das Programm verbindet musikalische Präzision, Virtuosität und eine ungewöhnliche Perspektive auf das Akkordeon im klassischen Konzertsaal.

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Konzert

Phil Siemers

»Was wenn doch« Tour

»Für mich beginnt mit »Was wenn doch« ein neues Kapitel und ich kann es kaum erwarten, die neuen Songs vor Publikum zu spielen.«, so der Hamburger Singer-Songwriter über sein drittes Album, das im Mai erschien. Finanziert wurde es in nur zwölf Tagen über Crowdfunding – ein Erfolg, der die besondere Nähe zu seinem Publikum und seine gefestigte Stellung als Künstler unterstreicht. Es ist ein selbstbewusstes, organisches Album, dessen roter Faden Zuversicht und die vermeintlich unerreichbaren Träume sind. Der gleichnamige Titeltrack bricht mit warm leuchtendem Chorus durch den Nebel - und mit Lyrics, die auf allen Newsportalen dieser Zeit stehen sollten: »Was wenn doch - was, wenn es gut geht? Ich brauch nur ´ne Chance, auch wenn sie nicht gut steht.«

In seinem musikalischen Bogen finden aber auch nachdenkliche Songs wie »Mila & Juri«, der aus Kinderaugen auf Krieg und Zukunftsträume blickt und den Ton mit cinematischem Streicherintro setzt, ihren Platz. Mit Freundeskreis-Zitat, schwerem Beat und ziemlich sexy schlendert uns »Bring mich nach Hause« als Duett mit der Berliner Künstlerin Louka entgegen. Es ist auch seine bemerkenswerte Stilsicherheit, die Phil Siemers diese Bandbreite ermöglicht

Mit Band oder auch solo: Was Phil Siemers auf die Bühne bringt, gehört zum Hochwertigsten, was populäre, handgemachte Musik aus Deutschland zu bieten hat. Seine Lässigkeit und sein Groove sind unverkennbar, seine Stimme berührt unmittelbar – und schafft eine Atmosphäre voller Intensität, Charme und Sinnlichkeit.

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Konzert

Sebastian Knauer / Czech National Symphony Orchestra / Xu Zhong

Benefiz-Konzert für die Stiftung Mammazentrum

Czech National Symphony Orchestra
Sebastian Knauer, Klavier
Xu Zhong, Leitung


Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu »Egmont« op. 84
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester d-Moll KV 466
George Gershwin / Ferde Grofé: Rhapsody in Blue (Fassung für Klavier und Orchester)
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Eine gute Zeit, klangvoll zu helfen. Mit ihrer vielfältigen Arbeit trägt die Stiftung Mammazentrum Hamburg dazu bei, Patientinnen angesichts der Diagnose Brustkrebs aufzufangen, zu unterstützen und zu begleiten. Für das Benefizkonzert der Stiftung auf treten Künstler aus den Partnerstädten Hamburgs – Dirigent Xu Zhong aus Shanghai und das Czech National Symphony Orchestra aus Prag – neben dem Hamburger Pianisten Sebastian Knauer auf die Bühne. Sie spielen Werke von Beethoven, Dvořák, Mozart und Gershwin, und helfen mit dem Ticketerlös im Breast-Cancer-Awareness Monat Oktober der wichtigen Stiftungsarbeit.

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Kammerkonzert

NDR Kammerkonzert / Leif Ove Andsnes

Klavierquintette von Luigi Boccherini und Robert Schumann

Leif Ove Andsnes, Klavier
Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters


Luigi Boccherini:
Klavierquintett e-Moll op. 57/3
Klavierquintett B-Dur op. 57/2
Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur op. 44

Kammermusik ist eine Herzensangelegenheit für den norwegischen Pianisten Leif Ove Andsnes. Als Gründer und Leiter des Rosendal Chamber Music Festival und künstlerischer Leiter des Risør Festival of Chamber Music hat er in seiner Heimat jahrzehntelang für eine lebendige Kammermusikszene gesorgt. Kurz vor seinen Auftritten mit Johannes Brahms’ Zweitem Klavierkonzert präsentiert sich der diesjährige Artist in Residence des NDR Elbphilharmonie Orchesters daher auch in Hamburg zunächst einmal ganz hautnah im kleinen Rahmen des Kammerkonzerts: Gemeinsam mit Mitgliedern des Orchesters interpretiert Andsnes Klavierquintette von Luigi Boccherini und Robert Schumann.

Mit seinen zwischen 1797 und 1799 entstandenen Klavierquintetten setzte der italienische Cellovirtuose Luigi Boccherini Maßstäbe für die Gattung. Während spätere Komponisten die attraktive Kombination aus Streichquartett und Solo-Klavier oft in einem Solitär für sich sprechen ließen, komponierte Boccherini nicht weniger als zwölf Werke für diese Besetzung – und ließ so keine Gelegenheit aus, den Farben- und Ideenreichtum dieser damals innovativen Gattung auszuloten. Besondere Berühmtheit erlangte dabei das letzte Stück der Serie durch dessen dritten Satz »La Ritirada di Madrid«. Leif Ove Andsnes aber widersteht der Versuchung und präsentiert zwei wesentlich seltener gespielte Meisterwerke, die dennoch nicht minder voller italienisch-spanischem Temperament, klassischer Eleganz und effektvoller Virtuosität stecken.

Zur Krönung des Abends gibt es dann noch Robert Schumanns Klavierquintett Es-Dur – ein Solitär im Schaffen des Komponisten, der sozusagen zum Inbegriff romantischer Kammermusik geworden ist. Schumann schrieb das Stück für seine Frau Clara, eine herausragende Pianistin, die sofort von dem »Werk voll Kraft und Frische« begeistert war. Auch Leif Ove Andsnes widmet sich mit Hingabe immer wieder gern den schwärmerischen Melodien, eindrucksvollen Stimmungen und brillanten Momenten des Stücks.

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Klavierkonzert

Igor Levit / Klavierabend

Beethoven: Klaviersonaten

Igor Levit, Klavier

Ludwig van Beethoven:
Sonate für Klavier Fis-Dur op. 78
Sonate für Klavier Es-Dur op. 7
Sonate für Klavier E-Dur op. 14/1
Sonate für Klavier G-Dur op. 14/2
Sonate für Klavier Es-Dur op. 81a »Les Adieux«

Beethoven: Die Sonaten II

Beethoven, der Visionär; Beethoven, der Feinsinnige; Beethoven, der Freund: Am zweiten Abend seines alle Beethovensonaten umfassenden Konzertzyklus zeigt Igor Levit den Komponisten in vielen Facetten und offenbart dabei immer wieder seinen zutiefst persönlichen Bezug zum Werk des Bonner Meisters. Die lyrische Sonate Nr. 10 war die erste Beethoven-Sonate, die er spielte, bald gefolgt von der leichtfüßigen Nummer 9. Mit der »Großen Sonate« op. 7 warmzuwerden habe gedauert, berichtet Levit im Podcast, heute liebe er sie heiß und innig.

In der Sonate Nr. 24 öffnet Beethoven bereits in den ersten Takten neue Klangräume; »Les Adieux« op. 81a wiederum nimmt eine Ausnahmestellung im Sonatenschaffen Beethovens ein. Sie ist die einzige, die ein eindeutiges außermusikalisches Programm hat: den schmerzlichen Abschied von Beethovens Freund und Förderer Kronprinz Rudolph, der vor den Napoleonischen Truppen aus Wien floh. Und eins ist sicher: ob dramatisch oder lyrisch, persönlich oder weltumspannend, Igor Levit wird uns diese Werke so frisch und aktuell hören lassen, als seien sie eben erst geschrieben.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Leif Ove Andsnes / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Leif Ove Andsnes, Klavier
Dirigent: Alan Gilbert


Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Claude Debussy: La mer / Drei sinfonische Skizzen
Maurice Ravel: Daphnis et Chloé / Fragments symphoniques, deuxième série

Lyrisches Monster: Andsnes spielt Brahms

Auf Brahms ist kein Verlass – jedenfalls nicht, was die Vorankündigung seiner Werke betrifft. »Erzählen will ich, dass ich ein kleines Klavierkonzert geschrieben mit einem ganz einem kleinen Scherzo«, ließ der Komponist etwa über seine Numero zwei für Klavier und Orchester verlauten. In Wahrheit eine Monster-Schöpfung in vier Sätzen, eine Art »Sinfonie mit Klavier«. Sehr wohl Verlass ist jedoch auf die Differenziertheit der Komposition bei Brahms: Trotz seiner übergroßen Anlage und seines massiven Klavierparts durchzieht das Konzert (in dessen langsamem Satz nicht zufällig ein Cello die Melodieführung übernimmt) ein ausgesprochen lyrischer Duktus. Genau das Richtige für Leif Ove Andsnes, »einen der elegantesten Pianisten« unserer Tage (Alan Gilbert), der seine Residenz beim NDR Elbphilharmonie Orchester mit diesem Meilenstein eröffnet.

Vom vollgriffig wogenden Klaviersatz zur überschäumenden Orchesterpartitur: Im zweiten Programmteil stürzen die Musiker:innen des NDR Elbphilharmonie Orchesters sich in die Fluten eines »ganz eines kleinen Stücks« über den Ozean. In puncto Eleganz und Differenziertheit trifft es sich durchaus mit Brahms, führt aber ansonsten weit weg von der sinfonischen Architektur der Spätromantik. »Stürmisch und wechselhaft wie das Meer« sei sein Werk, sagte Claude Debussy über die »Sinfonischen Skizzen« namens »La Mer«. Die Unbeständigkeit, das Schillernde und Verschwommene des flüssigen Elements entsprach dabei genau seiner »impressionistisch« genannten musikalischen Ästhetik.

Den Abschluss im Konzert macht dann jenes Stück, das kein Geringerer als Igor Strawinsky einmal als »eines der schönsten Produkte in der gesamten französischen Musik« bezeichnete: Maurice Ravels Ballett »Daphnis et Chloé«. Das Werk entstand im Auftrag des berühmten Impresarios Sergej Diaghilew für die »Ballets Russes« und basiert auf einem Hirtenroman des spätgriechischen Dichters Longos. Ravel schwebte entsprechend »ein ausladendes musikalisches Fresko voll Hingabe an das Griechenland meiner Träume« vor. Die Konzertsuite Nr. 2 vereint die bekanntesten Nummern aus dem Ballett, darunter »Lever du jour« (Tagesanbruch) und »Danse générale«.

Einführung mit Julius Heile
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

BENSH47

Made in Hamburg

Gute Beats, gemacht für die Bühne

»Auf der Bühne sein ist genau mein Ding«, sagt Benjamin Asare, »das ist der Moment, in dem ich mich frei fühle«. Der Hamburger hat zusammen mit Peter Fox auf Bühnen quer durch das Land Party gemacht, dazu Songs für einige der größten Stars geschrieben, von Helene Fischer bis Disarstar. Mit seinem Soloprojekt BENSH47 ist er nun endgültig bei sich selbst angekommen. Er kombiniert die universelle Kraft eines guten Songs mit einem einzigartigen Sound zwischen Afrobeats, R&B und Pop.

Aufgewachsen in Lurup im Nordwesten Hamburgs, ist die Musik für Asare seit jeher ein ständiger Begleiter: In seiner Stimme spiegeln sich Spiritualität und Straße, seine Wurzeln im ghanaischen Kirchenchor und seine Liebe zu Hip-Hop. Er hat so ziemlich jeden Job gemacht, der in einem Studio denkbar ist, bevor er seinen eigenen Weg gefunden hat. Wie gut das klingt, beweist er nun auch in der Elbphilharmonie, unter anderem mit Songs seiner neuesten EP »Small Love«.

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Konzert

Blind Date

Überraschungskonzert in der Elbphilharmonie

Ob jazzige Live-Improvisation, klassische Musik oder Folk – beim Blind Date in der Elbphilharmonie ist alles möglich! Sicher ist nur: Es wird unterhaltsam, spannend und sicherlich ein unvergesslicher Abend, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Austausch von Publikum und Künstler:innen an der Bar, wofür ein Freigetränk bereitsteht.

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Kinderprogramm

Workshop: Klassiko Orchesterinstrumente

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Vielfalt der Orchesterinstrumente

Einmal quer durch das klassische Sinfonieorchester geht es in diesem Workshop. Ob Geige, Cello und Kontrabass, Trompete oder Flöte: Verschiedene Streich-, Blas- und Schlaginstrumente können hier ausprobiert werden. Und sowohl für die Kleinsten als auch die Erwachsenen gibt es Instrumente in den passenden Größen. Dass diese miteinander harmonieren, zeigt sich beim gemeinsamen Musizieren zum Abschluss.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.
Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen. Bitte weichen Sie daher ggf. auf den Workshop für Kinder ab 4 Jahren aus.

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Werkstatt/Workshop

Step Into Dabke – Tanzworkshop

Elbphilharmonie PLUS

Aufforderung zum Tanz

Wer kennt sie nicht: Bilder von arabischen Hochzeiten und Feiern, auf denen Menschen ausgelassen im Kreis oder in Reihen tanzen. Das ist Dabke – ein Tanz mit virtuosen, stampfenden Schritten, der seit 2023 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört. Als Teil des Libanon-Festivals in der Elbphilharmonie kann hier nun alle ab 16 Jahren selbst erste Schritte auf dem Dabke-Parkett erlernen.

Getanzt wird er schon seit vielen Jahrhunderten in der gesamten Region Bilad Al-Scham, dem historischen Großsyrien, das aus Palästina, Syrien, Jordanien und dem Libanon besteht. Wahrscheinlich entstand er beim Befestigen von Lehm auf Hausdächern. Man stampfte gemeinsam in einem Rhythmus und hielt sich dabei an den Schultern, falls der Lehm an einer Stelle nachgab. Heute gibt es zahlreiche schwungvolle Schritte, die in Reihen oder im Kreis getanzt werden. Meist gibt ein Vortänzer oder eine Vortänzerin die Schritte vor – Männer und Frauen tanzen gleichermaßen begeistert Dabke.

Elbphilharmonie PLUS ist das Begleitprogramm der Elbphilharmonie und öffnet unterschiedliche Perspektiven auf die Musik im Haus – als Ergänzung zum Konzertbesuch oder als vollwertiges Erlebnis für sich. Interdisziplinäre Begegnungen und Ausstellungen gehören ebenso zum Programm von Elbphilharmonie PLUS wie Gesprächskonzerte oder Filmvorführungen in Museen, Bibliotheken, Kinos und Stadtteilkulturzentren.

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Konzert

Jules Ahoi

»Robinson Crusoe« – Abschiedstournee

Nach zehn erfolgreichen Jahren verabschiedet sich der Musiker und Songwriter Jules Ahoi von Bühne und Publikum. Mit der kommenden »Robinson Crusoe«-Abschiedstournee geht er 2026 ein letztes Mal auf Tour, um gemeinsam mit seinen Fans und Freund:innen den Abschied von einem intensiven Jahrzehnt voller Musik zu feiern.

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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen. HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
Platz der Deutschen Einheit 4
D 20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

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Konzerte / Konzerthaus Elbphilharmonie Hamburg Hamburg, Platz der Deutschen Einheit 4
Konzerte / Konzerthaus Laeiszhalle Hamburg Hamburg, Johannes-Brahms-Platz
Konzerte / Konzert MDR Klassik Konzerte
Konzerte / Konzert Tonhalle-Orchester Zürich
Aufführungen / Theater Thalia in der Gaußstraße Hamburg Hamburg, Gaußstraße 190
Konzerte / Musikensemble Hamburger Camerata Hamburg, Katharinenstraße 30
Konzerte / Konzert Gutshauskonzerte
VHS Glinder KuB
Glinde, Möllner Landstraße 53
Konzerte / Orchester Symphoniker Hamburg Hamburg , Dammtorwall 46
Konzerte / Orchester NDR Elbphilharmonie Orchester Hamburg Hamburg, Rothenbaumchaussee 132
Konzerte / Orchester Junge Philharmonie Elbe-Weser Stade, Im Johanniskloster
Konzerte / Jazz Jazzclub im Stellwerk Hamburg, Hannoversche Str. 85
Konzerte / Konzerthaus Halle4.24 Hamburg, Stockmeyer Str. 41
Konzerte / Orchester Haydn-Orchester Hamburg Hamburg, Prätoriusweg 9
Konzerte / Neue Musik Konzertreihe Neue Musik Eckernförde Eckernförde,

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